WPT Bellagio und Super High Stakes Poker

Das $15.000 Buy-In Five Diamond Bellagio WPT Turnier wird immer eins meiner Lieblingsturniere bleiben. Obwohl ich fast 40 Minuten zu spät an kam, konnte ich meinen Ausgangs-Stack von den ursprünglichen 30.000 Chips auf 80.000 ausbauen. Dies passierte ausschließlich in Level 2, da ich den ersten Level ja verpasst habe.

Den ersten großen Pot spielte ich als ich im SB einen Raise mit 8h 5h callte. Der Flop kam 224 mit zwei Hearts. Ich spielte an und der ursprüngliche Raiser raiste auf 9.000 und hat nun noch einen Stack von 18.000. Als er raiste sah er sehr stark aus, und so entschied ich mich zu callen und am Turn zu folden, falls sich meine Hand nicht verbessern sollte. Am Turn kam dann eine offsuit 8 die mir das Top Paar gab. Ich checkte. Die Karte schmeckte meinem Gegner nicht und das merkte man ihm auch an, als er wieder in seine Karten schaute. Es war klar, dass mein Paar Achter im Moment sehr wahrscheinlich die beste Hand war. Er ging All-In und ich callte. Er drehte nun AK um, ohne jedoch ein Heart zu haben. So blieben ihm also vier Outs um mich zu schlagen. Der River half ihm jedoch nicht und ein hübscher Pot wanderte zu mir.

Knapp 20 Minuten später gab es immer noch in Level 2 eine weitere interessante Hand. Ich saß mit Pocket Jacks im SB als der Button limpte und ich auf 800 raiste. Der BB und Button callten. Der Flop brachte 953 mit zwei Spades. Ich setzte 2.000 in den 2.400er Pot und wurde von beiden Spielern gecallt. Der Turn brachte die 9s und somit hatten wir nun einen möglichen Flush und ein Paar auf dem Board. Ich hielt zwar den Js, entschied mich aber genauso wie der BB nach mir nur zu checken. Der Button setzte 5.000 die ich callte. Zu meiner Überraschung callte der BB aber auch und ich fragte mich ernsthaft was er hat. Am River kam das As und ich setzte 12.000. Der BB foldete, der Button callte und zeigt 8s 6s. Er bekam seinen Flush am Turn, aber ich traf eins meiner Outs auf dem River.

In einer der letzten Hände des Tages bekam ich auf dem Button AK. Ein Spieler in mittlerer Position raiste auf 2.000, woraufhin ich auf 7.000 reraisete, was er dann auch callte. Der AJ4 Flop schien eine gute Möglichkeit zu bieten, den Tag sehr gut abzuschließen. Nach seinem Check setzte ich 8.000, er ging daraufhin All-In. Natürlich habe ich gecallt, spielte aber gegen ein Set Jacks. Er verdoppelte und ich musste somit mit nur 24.600 Chips in den zweiten Tag gehen. Da der Starting-Stack bei 30.000 war, hatte ich nun weniger als am Anfang und befand mich in keiner guten Position. Aber ich war bereit am zweiten Tag hart um den Titel zu kämpfen.

Nachdem Tag 1 gegen 21.00 Uhr vorbei war, ging ich mit Maya und Gus Hansen noch etwas essen. Zufälligerweise war auch noch mein Geburtstag. Ich bin kein großer Fan von Geburtstagen und versuchte den Tag zu überstehen, ohne große Aufmerksamkeit zu erregen. Maya und ich hatten viel Spaß beim Quatschen und Relaxen mit Gus und ein paar anderen Freunden. Ich wollte eigentlich noch im „Big Game“ mitspielen und war auch auf der Warteliste, aber es wurde mir dann doch zu spät und ich entschied mich zu Maya zu gehen, um mich für den zweiten Tag auszuruhen.

Tag 2 war für mich schnell beendet. Sehr früh konnte ich mit einem Flush einen großen Pot gewinnen und meinen Stack auf 36.000 Chips ausbauen. Wartend auf eine Hand foldete ich dann eine ganze Runde. Im CO raiste Nenad Medic und ich callte mit 9c 7c. Den Flop KT2 checkten wir beide. Der J am Turn brachte mir acht Outs für eine Straight. Ich setzte 3.500, die von ihm gecallt wurden. Die 8 am River gab mir nun die drittbeste der möglichen Straßen. Im Pot waren ungefähr 15.000. Ich setzte 10.000, die er raiste und mich somit All-In setzen würde. Mir war klar, dass ich geschlagen war. Aber ich konnte einfach nicht folden, da ich Odds von 6 zu 1 für einen Call bekam. Außerdem könnte Nenad ja doch nur ein Set oder zwei große Paare haben, also musste ich einfach callen. Schlussendlich hielt er mit AQ die Nuts und ich war draußen.

Auch wenn ich nicht mehr dabei war, ging das Turnier für mich indirekt noch weiter. Vor dem Turnier machte ich mit einem anderen Spieler einen Cross-Book Deal. Zufällig handelte es sich bei dem Spieler um denjenigen, der als Chipleader in den dritten Tag gehen sollte. Es war kein geringer als Mr. Phil Ivey.
Nach einer 20-stündigen Session schlief ich bis Maya mich weckte und mir sagte, dass Phil ausgeschieden ist. Cross-Booking ist eine tolle Sache, wenn man Turniere ein bisschen spannender machen möchte. Ich mache solche Deals mit jedem Spieler, ideal wären sechs bis zehn Spieler wobei jeder mit 10-15% pro Person über kreuz gebucht wird.

Diesen Dezember habe ich viel in Bobby’s Room gespielt. Anscheinend lockt dieses Turnier (WPT) sämtliche High Stakes Spieler in die Stadt, was mir ermöglichte letzte Woche die größte Partie zu spielen, an der ich jemals teilgenommen habe. Mittlerweile fällt es mir schwer mich daran zu erinnern, dass ich vor fünf Jahren noch $1-2 PLO im Casino in Helsinki gespielt habe, und ich nun 2k-4k PLO gegen „Mr. Omaha“ himself spiele. Gespielt wurde mit einem Cap von $200k, was vielleicht ein bisschen zu wenig war, aber wir wollten das Spiel unter Kontrolle halten. Ich spielte mehr als 20 Stunden am Stück und hatte einen durchaus ordentlichen Stundenlohn.

Egal ob MMA oder Boxen, ich bin ein Fan von Kämpfen aller Art und kann einem guten Kampf immer etwas abgewinnen. Ein guter Freund konnte Karten für ein paar tolle Plätze für den Kampf Mayweather vs. Hatton besorgen, der vor kurzem stattfand. Ich glaube, das war der beste Fight, den ich jemals gesehen habe.

Mit soviel Action im Bellagio hatte ich absolut keine Zeit online zu spielen. Zudem habe ich gehört, dass es dort im Moment auch keine Big Games gibt. Ich saß zwar ein paar Mal bei Martins Poker an den Tischen, aber es wollte niemand mit mir spielen. Ich hoffe, dass es mit den online Partien wieder mehr wird und ich wieder durchstarten kann.

Viel Glück an den Tischen
-Patrik-

(translated by 'Ghostwriter')

Kommentare

Veröffentlicht von sol am 08:13 AM, December 22, 2007 | Antwort hinzufügen

Authentizität bitte

Veröffentlicht von Ghostwriter am 11:57 PM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

Ich kann die auch in der Gegenwart schreiben, jedoch steht das Original im past tense, deswegen ist die korrekte Übersetzung auch in der Vergangenheitsform geschrieben.
Zum Thema Nacherzählung / langweilig: Vom Wort für versucht man schon wegzugehen, jedoch muss der Sinn und die Struktur in etwa erhalten bleiben. Patrik und Tony schreiben leider teilweise etwas wirr, abgehackt und ohne Zusammenhang (oder versteht jemand warum er plötzlich im vorletzten Absatz was vom Boxen schreibt um im letzten Teil dann wieder auf etwas völlig abweichendes zu kommen?)
Guck dir mal das Original an: "I have been playing a lot in Bobby’s Room this December. This tournament seems to bring all the high stakes players into town. Last week I played the biggest poker game I have ever played." Patrik ist kein Native-Speaker, für ihn ist Englisch seine second (third?) language. Auch im Original hört sich das holprig an und ist nicht schön zu lesen. Im o.g. Beispiel kann man sich teilweise auch Fragen welches Turnier er meint. Würde er "The WPT seems to bring all the good players into town and therefore I have been playing a lot in Bobby's Room lately. Last week I participated there in the bigges game I ever played." schreiben, würde sich alleine das Original um einiges besser anhören.
Die Frage ist was man will: Authentizität oder geschönte Beiträge?

Veröffentlicht von ch1ll3d am 10:58 PM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

Hallo Overcards-Team!
Ich habe mal ne anregung für die übersetzten blogs von Tony G und Patrik.
Die blogs wäre um einiges interessanter wenn sie in der gegenwart geschrieben würden, da sie im moment doch teilweise eher langweilige nacherzählungen sind und lasst den übersetzern etwas mehr spielraum es sollte teilweise nicht ganz so wort für wort übersetzt sein.
gruß Lukas

Veröffentlicht von admin am 05:48 PM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

Wikipedia zu Mr. Omaha

Gruss,
Juergen

Veröffentlicht von Q am 05:29 PM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

Toll, dass es endlich auch mal ein paar Hände gibt!

Veröffentlicht von Hurzliputzli am 03:35 PM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

AHA? Farha ist es alo nicht gewohnt hoch zu spielen?

"Change of plans
I am staying in Vegas longer than I expected. Sammy Farha and I are playing HU 500/1000 (probably gonna get bumped up to 1K/2K tonight) 1/2 plo and 1/2 nlh. We played a marathon session which ended with me down 500K. We were both playing very aggressively and at one point Sammy was down 800K but was able to come back. We probably played 4 or 5 pots that were over 1/2 million dollars. The match really swung back and forth and I am looking forward to continuing it later tonight. This is probably the largest game I have ever played in as we both had 1/2 mil in front of us and we were playing insanely agressively. To have 4-5 1/2 mil+ size pots as well as about 15 200-500K pots shows how wildly we were playing.

Blog von Brian Townsend.

Veröffentlicht von ISCHIAS100 am 02:23 PM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

ich glaube mr. omaha ist robert williamson III (sam farha wuerde bei den stakes wohl kaum 20 stunden durchhalten....)

Veröffentlicht von selecti am 01:17 PM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

Aus der Klatschpresse:
Maya und Patrik (links)
Maya, Patrik, Jean Gluck

Veröffentlicht von Madame am 11:48 AM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

Mr. Omaha = Sammy Farha, oder wer?

Veröffentlicht von Bengt79 am 10:22 AM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

his wife

Veröffentlicht von kiko am 09:52 AM, December 21, 2007 | Antwort hinzufügen

who is maya?

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