Ein Herz für ... Dealer

Gerade Onlinespieler unterschätzen oft die Schwierigkeiten mit denen Pokerdealer umgehen müssen. Während Online sich die Spieler in der Regel gegenseitig beschimpfen, ist in Livecasinos der Dealer der Sündenbock. Warum? Selbstkritik ist unter Pokerspielern selten anzutreffen. Wenn man selber fehlerfrei gespielt hat und trotzdem verloren hat, muss ja irgendjemand verantwortlich sein. Da bietet sich der Dealer an. Denn der hat die Karten gemischt, abgehoben und verteilt.
Beispiel: Während der EPT Woche 2008 in Dortmund in einer Omaha Potlimit Partie. Mein Freund N (Eddy hat ihn den Oberkartenzerreisser genannt) verliert kurz vor Feierabend zwei Auflagen von je 1000 Euro in zwei aufeinander folgenden Händen. Weit entfernt von echten Bad Beats, normale PLO Spiele. Allerdings lagen die Nerven nach mehreren Tagen Turnier und Cashgame schon blank. Konnte sich N nach der ersten verlorenen Hand noch mühsam beherrschen, drehte er nach dem zweiten Spiel völlig durch. Wutentbrannt mit hochrotem Kopf sprang er auf und beschimpfte den Dealer:
"Du bist doch ein Wichser hoch zehn. Jeeeeedesmal drehst Du mich mit der letzten Karte tot, Du Arschloch!"
Der Dealer guckt völlig konsterniert. Daraufhin N: "Sagst Du ein Wort, hau ich Dir einen Stuhl auf den Schädel ..." Der Dealer guckt wieder geradeaus und arbeitet weiter.
Bei diesen Nehmerqualitäten hätte der Dealer auch als Boxer Karriere machen können. Die Gefährlichkeit von Plastikkarten ist auch nicht zu unterschätzen. Schon mancher, der versucht hat die Karten zu zerreissen, hat sich dabei in die Finger geschnitten. In Rumänien habe ich gesehen wie ein Spieler dem Dealer seine Karten ins Gesicht geworfen hat. Resultat war ein blutender Cut an der Unterlippe.

Kommentare

Veröffentlicht von harry am 02:37 AM, September 08, 2008 | Antwort hinzufügen

Wenn dein Freund N einen Bert im Vornamen hat, sag ich nur , der war, ist und bleibt immer ein dummer unangenehmer Zeitgenosse am Tisch.Pokerspieler wie man sie nicht haben will.Niemand.Ein wahres A...loch.

Veröffentlicht von matluke am 05:57 PM, September 07, 2008 | Antwort hinzufügen

zwar keine sehr einmalige story aber dennoch unterhaltsam :-) sind halt wahre geschichten und keine (neu)erfindungen(des rads) ;-)

Veröffentlicht von Antonym am 06:40 PM, September 06, 2008 | Antwort hinzufügen

und Albert, der Pole, der immer die Schuhe auszog, im halben Schneidersitz auf seinem Stuhl hin und her rutschte und beim Formulieren polnischer Schimpfwörter öfter mal spuckte ....

Veröffentlicht von PokerTERA am 10:19 AM, September 06, 2008 | Antwort hinzufügen

das kommt immer wieder vor, dass es solche auszuckenden leute im casino gibt.

meiner meinung nach sind solche leute als kind schwer krank gewesen, oder vom turnen befreit.

wer nicht verlieren kann sollte wohl doch KEIN spiel spielen - insbesondere nicht poker.

Veröffentlicht von escobar2203 am 07:32 PM, September 05, 2008 | Antwort hinzufügen

bin zwar bei weitem nich so livepokererfahren wie ihr. aber nach ein paar 100 stunden im casino muss ich trotzdem sagen, dass diese art von ausfällen einfach nur lächerlich sind. ich mein kindischer gehts doch gar nich mehr. genauso wenig is man nem dealer zu dank verpflichtet, wenn man einen cardrun hat. und ausserdem sollte man nach jeder hand überlegen ob man nich selber eigentlcihh die schlechtere hand hatte und nich einfach nur nach vermeitlichem vorne sein am flop im nachhinein den resuck gekriegt hat.

wie immer nice blog.

Veröffentlicht von niki am 12:06 PM, September 05, 2008 | Antwort hinzufügen

Schöne Freunde hast du. Ich würde die ***zensiert***, mal sehen ob er dann weiterhin so ne grosse Fresse hat. Steht N. für Null? Null Hirn und Charakter.

Veröffentlicht von Karsten am 05:44 AM, September 05, 2008 | Antwort hinzufügen

....und dann war da noch der "Pfeiffer" Ernst, der den Dealern nach verlorenen Händen in den Hals pi...... wollte!Ach was waren das für herrliche Zeiten in den 80ern!

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