Hallo,
wie schon im letzten Blogeintrag erwähnt gings von Mainz gleich weiter Richtung Seefeld ins schöne Österreich, wo wir beim Team Cup im Rahmen der "Mountain Poker Party" an den Start gingen.
Insgesamt gingen bei dem Turnier 19 Teams mit je 3 Mann an den Start, der Buy In betrug 2.000 Euro und jeder der 3 Spieler musste pro Tag ( Sonntag, Montag, Dienstag) einen MTT spielen. Wegen kleinerer Schiwerigkeiten von manchen Teilnehmern bei der Anreise wurde dann kurzfristig der Modus ein wenig abgeändert, so dass an Tag 1 statt der 3 MTTs insgesamt 6 SNGs gespielt wurden.
Die Punktzahlen wurden dabei wie folgt berechnet:
Sieg 45 Punkte, Platz 2 brachte 40 Punkte, Platz 3 gab 35 Punkte, der vierte Platz wurde dann mit 30 Punkten honoriert und für jeden weiteren Platz gabs dann in der Wertung einen Punkt weniger, also 29 für 5., 28 für den 6. usw
Nach Tag 1 war das Team "Animazing - Gamblerstore " um Teamcaptain Stephan Kalhamer ( als studierter Mathematiker hielt er uns bestens mit Berechnungen auf dem Laufenden ;) , Sven Lucha , Constantin Bücherl und meiner Wenigkeit nach den Plätzen 2,5 und 6 halbwegs im Mittelfeld und die Ausgangssituation für den zweiten Tag war an sich sehr gut.
Am 2. Tag konnten wir durch 3 Finishes im oberen Drittel der MTTs - aber leider ohne eine punktetechnisch wichtige Top 3 Platzierung - den Anschluß an die Spitze gut halten, mussten aber am letzten Tag nochmal Gas geben bzw. mussten auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.
Die Devise für den letzten Tag lautete dann , dass wir erstmal mit angezogener Handbremse das Geschehen verfolgen und nicht überstürzt agieren wollten. Etliche Teams wie beispielsweise das Team 888 um Thomas Brdaric oder das Team um "Busenstar" Bettie Ballhaus waren dagegen mehr oder minder schon abgeschlagen und gegen diese Teams wollten wir unter Umständen ( je nach Situation ) looser spielen, da wir ein wenig mit Harakiriaktionen rechneten angesichts der schlechten Ausgangslage.
Leider erwischte es Sven bereits im ersten Drittel des Turniers unglücklich mit gefloppten Top Two Pair gegen Bottomset, so dass wir mit 2 verbliebenen Spielern ein wenig unter Druck standen. Hilfreich für uns war nur, dass es den anderen topplatzierten Teams richtig schlecht reinlief und wir uns tendenziell sogar verbessert hatten.
Ich selbst war arg carddead und hatte dann noch Glück als ich AQh gegen einen Limper in eraly Position gepusht hatte, dann aber von KK am Button gecallt wurde, aber glücklicher Weise einen Suckout mit A+A auf Flop und Turn landen konnte.
Leider wurde dieser Glücksmoment dann im weiteren Verlauf des Turniers abgestraft. Ich verlor die nächsten beiden Flips - wegen der arg schnellen Struktur von 25 Minuten Levels bei Startblinds von 25/50 und 5000 Startingstack artete das Turnier leider hintenraus zu einem argen Crapshot aus- mit A3 im BoB gg KQ und später mit K6 gg AJ und beendete das Turnier als 5. .
Constantin erwischte es dann nur wenige Sekunden später bei einem Push mit AQ in einem Monsterpot gegen AJ...+J+J am Flop und River und er schied als 6. aus. Eine Top 3 Position hätte uns bedingt durch den schlechten Turnierverlauf unserer Gegner sogar noch sicher ins Geld gebracht, aber es sollte nicht sein.
Insgesamt war es schade, dass wir bei dem Turnier nicht vom Glück verfolgt waren in den späten Phasen der MTTs als es Push and Pray hieß und wir bei den 50-50 Decisions regelrecht verseucht waren.
Das Spielniveau war teilweise richtig abenteuerlich und ich denke wir waren mit unserem Team sicherlich Super-Value, aber die Varianz läßt grüßen.
Aber nächstes Jahr gibts einen neuen Versuch und dann versuchen wir erneut unser Glück ;)
Insgesamt war der Trip nach Seefeld trotz des erfolglosen Abscheidens sehr lustig und hat überaus viel Spaß bereitet. Die Stimmung in unserem Team war einfach spitze, Langeweile kam in keiner Sekunde auf und so etwas werden wir bestimmt bald mal wiederholen hoffe ich ;)
Leider weiß ich jetzt nicht, welches Team gewonnen hat, da wir gleich nach dem Ausscheiden den Heimweg angetreten haben um nicht erst in den frühen Morgenstunden wieder zu Hause anzukommen. Aber an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an die Sieger!!
An dieser Stelle auch noch speziell einen herzlichen Dank an unseren Teamcaptain und Rechengenie Stephan Kalhamer und den Gamblerstore für die tolle Organisation und den Support!
Good Luck,
Birdie
Veröffentlicht von birdie am 12:04 AM, September 18, 2008 | Antwort hinzufügen
yo, bei den großen Turnieren wie dem WSOP Main Event in Las Vegas oder den Aussie Millions Main Event ist es halt doch ne andere Sache:
2h bzw 1,5 h Levels, 20k Stack und 50/100 Blinds zum Start
Sieht man dann wieder Strukturen bei Sachpreisturniere zum Vergleich, dann wird einem ganz anders.
Am besten sind dann noch endlose Diskussionen an den Tischen, wenn mal wieder jemand einen kleinen Fehler gemacht hat, seis ein Spieler oder der Dealer ...Diskussionen wie im Parlament und die Zeit läuft unerbittlich weiter und man scharrt förmlich mit den Hufen...
Aber das gute ist ja immer , dass man schon im voraus weiß, auf was man sich einläßt und man sich darauf einstellen kann.
Veröffentlicht von Ghostwriter0 am 11:28 PM, September 17, 2008 | Antwort hinzufügen
"wegen der arg schnellen Struktur von 25 Minuten Levels bei Startblinds von 25/50 und 5000 Startingstack artete das Turnier leider hintenraus zu einem argen Crapshot aus" damit muss sich der gelegenheitsspieler leider bei jedem sachpreisturnier rumschlagen, wobei dort 5000 bei 25/50 schon als deepstack gelten (bei gleichen blindzeiten), meistens bekommt man aber nur irgendwas zwischen 2000 und 3500 bei 12 bis 17 minuten. das geht dann gar nicht...
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Veröffentlicht von Ghostwriter0 am 01:26 AM, September 18, 2008 | Antwort hinzufügen
Das stimmt, aber für nen Buy-In von 2000€ hätte man vielleich etwas bessere Strukturen erwarten können, aber es ging ja auch über ganze drei Tage, was das Durchschnittsstartgeld pro Tag natürlich verringert. Trotzdem ist das hart!
Die Sachpreisdinger spiele ich auch nur noch selten. Letztens wurde sowas als "Poker and Dine" angeboten, 15€ dafür gabs in dem Laden aber entweder noch ne Pizza oder nen Burger kostenlos. Waren jeweils leckere Monster-Teile. Auch wenns im Vorrunden SNG nur 2.500 bei 25/50 im ersten Level und 15 Minuten gab, so kann man sich zumindest sowas mal zum rumdonken gönnen.
Die Diskussionen stören mich nicht groß, nur wenn wieder eine Pappnase mit dem Dealer diskutiert weise ich ihn freundlich darauf hin, dass die Uhr läuft, und es eh nichts bringt Turn und River zu dealen um zu gucken um sein 3-Outer gekommen wäre.
Gute Strukturen findet man in Deutschland leider selten für den "kleinen" Geldbeutel. Im April hab ich mit ein paar Freunden in Bad Oeynhausen das Frühlinsturnier gespielt. 50€ Buy-in, unlimitied Rebuys bis zur ersten Pause, dann kann man noch ein Add-on nehmen. War mal ganz nett sowas zu spielen, aber selbst wenn man es bis zur Pause schafft (bin 3 Minuten vorher raus, AQ vs. AJ PF rein, Board kam QTxQK), so ist die Struktur so angelegt, dass man schon fast gezwungen ist das Add-On zu nehmen.
Leider müssen Dealer und Material aber auch bezahlt werden, und so müssen wir leider auf bessere Strukturen verzichten wenn der Geldbeutel es nicht hergibt. Zudem liegt einigen Casinos in good old Germany wohl auch nocht viel an zufriedenen Spielern. Wenn ich jedoch sehe wie voll die Turniere in B.O. immer sind, dann bezweifel ich auch ob die Spieler dort überhaupt bessere Strukturen wollen.