Dreh das Flugzeug doch wieder um!

Zuallererst: Glückwunsch an John Juanda zum Gewinn beim Main Event der WSOPE. Du hast es verdient!

Da bezahlt man $14.000 für ein Flugticket von San Francisco über London nach Aruba und wieder zurück nach San Francisco, und es gibt immer noch Sachen zu bemängeln. Es war ein schöner Sonntag in Aruba als Layne Flack, meine Frau und ich uns zum Flughafen aufgemacht haben. Dort angekommen schauten wir in der Business Class Lounge zusammen mit einigen Mitgliedern der Band "Pearl", Michael Binger, Turnierdirektor Matt Savage und seiner Frau Mary Ann das Playoff Spiel Philies / Brewers. Layne und ich haben nebenbei eine Runde Chinese Poker für $100 pro Punkt gespielt. Es galt die Abmachung, dass Michal Binger mit einsteigen darf, sobald wir uns im Flugzeug befinden.
In der Lounge stellten wir dann aber fest, dass wir nicht mal annähernd zusammensitzen würden, so dass wir uns entschlossen für ein Durcheinander zu sorgen und mit den anderen Passagieren der ersten Klasse einfach die Sitze tauschten. Die vierte Reihe sah somit folgendermaßen aus: Binger (4a), Layne (4b), ich (4c), Kathy (4d). Als wir uns dann auf den Weg machten, kam der Bedienstete mit den ganzen Änderung anscheinend nicht zurecht und sagte zu Layne und mir "Deswegen habe ich sie gebeten bis später zu warten und mir dann bescheid zu sagen, wenn sie Sitze tauschen." Er hatte wohl etwas schlechte Laune, also fragte ich ihn, ob ich etwa nicht neben meiner Frau sitzen darf. Jetzt war er wirklich leicht stinkig und meinte "Es hat schon seinen Grund, warum ich ihnen das sage". Layne daraufhin "Wirklich?". Der Angestellte: "Wollen sie, dass das Flugzeug wieder kehrt macht?". Ohne zu zögern sagte ich "Ja", woraufhin er mit einem "Ok" antwortete und entschlossenen Schrittes nach vorne zum Telefon ging. Meine Frau und auch einige andere sagten nur "Nein, Nein, bitte nicht", ich blieb aber ruhig und fragte mich, was der Kerl sich wohl denkt. Ist der verrückt? Er lässt das Flugzeug jetzt umdrehen und sagt dann was zu seinem Vorgesetzten? Keine Chance, dass er das machen kann. Natürlich hob das Flugzeug wie geplant ab, und der Typ gab keinen Mucks mehr von sich. Layne fragte zwar noch, wann wir denn wieder umkehren, aber es war so leise, dass man es kaum hören konnte. Layne wollte wohl noch etwas Salz in die Wunde streuen, und nachdem ich ihn und Chris Ball auf dem Golfplatz etwas aufgezogen hatte, durfte er das auch, nur was das hier nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Trotzdem fingen wir alle an zu lachen. Jetzt mal ernsthaft. Ich habe wirklich darüber nachgedacht, den Mann zu melden. So kann man sich doch nicht behandeln lassen. Ich habe mich aber dagegen entschieden, vielleicht hatte er ja einfach nur einen schlechten Tag oder Stress, oder es gab andere Gründe für sein Verhalten, die ich nicht kenne. Vielleicht ist das auch einfach nicht der passende Job für ihn.
Die Woche in Aruba war traumhaft! Leider kam ich zu spät für das Main Event, denn ich hatte bei der WSOPE ja den zweiten Tag erreicht. Wie dem auch sei, zusammen mit meiner Frau wohnten wir im Penthouse, und besser hätte es nicht sein können. Wir haben viel geschlafen, eine Party geschmissen, die man nicht so schnell vergisst, wir waren selber auf Partys, haben geschnorchelt, sind im Ozean geschwommen, und ich habe bei "Ante up for Africa" moderiert. Wo wir gerade von AUFA sprechen, Don Cheadle kam extra nach Aruba, um das Event zu veranstalten! Ich finde es großartig, wenn ich sehe mit wieviel Herzblut Don sich für die Sache einsetzt und soviel Glauben hat, das richtige für Darfur zu tun. Don ist ein toller Mensch!

Zusammen mit Don und Paul Legget, dem neuen Geschäftsführer von UB und AP, spielte ich dann ein drei Mann Scramble Match auf dem Golfplatz. Legget hat auf beiden Seiten erst mal gründlich aufgeräumt. Er traf sich mit Spielern, den Personen die für die Untersuchung verantwortlich sind, und auch der Presse, um das Vertrauen in die beiden Marken wieder herzustellen. UB und AP brauchten einfach einen neuen, starken und moralisch einwandfreien Mann and der Spitze. Ich bin stolz ihn "Boss" nennen zu dürfen (ich spiele ja für UB).
Auf dem Golfplatz ging es jedenfalls gegen Layne Flack, Jon Green und Chris Bell. Am achten Loch hatten Don und ich leider keine Zeit mehr, da wir es noch zu AUFA schaffen mussten, also war das somit unser letztes Loch. Nach zwei wirklich guten Schlägen von Bell und Flack steckten wir in großen Schwierigkeiten, aber Paul konnte den Karren für uns noch aus dem Dreck ziehen. Er schaffte es zwar nicht den Ball zu versenken, aber dafür war Don da, und somit sparten wir $4.500. Es hat wirklich Spaß gemacht Don dabei zu haben, besonders später bei AUFA. Ich hab es zwar schon mal gesagt, aber Don ist ein super Typ.

Am Freitag war John Green mein Partner auf dem Platz. Es gelang mir einfach alles, Putts aus 20, 15, 14, und 12 Fuß. Ich konnte $4.000 zurückgewinnen, war aber leider wegen ein paar verlorenen Sidebets vom Vortag immer noch leicht im Minus.
Nach der Runde gingen wir zurück zum Penthouse wo ein buntes Treiben herrschte. Überall waren Leuten damit beschäftigt die große Party vorzubereiten. Richtig cool war aber, dass Pearl (mit Scott Ian, Pearl Aday) gerade das Soundsystem testete und die Bar geöffnet war. Ich schnappte mir drei Flaschen Dom Perignon (wir hatten über 25 für die Party) und tanzte während meiner kleinen Privatparty. Pearl war Weltklasse! Später drückte ich Layne, der zu "Sweet Child of Mine" aufgetaucht ist, eine Flasche Dom in die Hand und ging selbst erst mal etwas Essen. 90 Minuten später ging es dann los! Party! Neben Dom hatten wir noch über 50 andere Flaschen an allen möglichen Alkoholsorten, einen DJ, Barkeeper, das Red Sox Game, einen Whirlpool (in dem sich Layne, Chip Jett, und vier schöne Frauen vergnügten), und natürlich das Live-Konzert von Pearl. Wow, was für eine Party! Das macht dann zwei unvergessene PH Partys in zwei Jahren. UB hat bestimmt $80.000 dafür ausgegeben und es schien so, als ob die ganze Insel unsere Musik hören konnte. Pearl spielte dann auch noch mal bei der Schlussparty am Samstag, und zwar auf einer Bühne direkt über dem Pool, mit vielen von uns im Pool, wo wir wie die Verrückten tanzten. Matt Brady gewann beim Turnier $1.000.000. Ich hörte von Debo und Binger, dass sie wohl ziemlich beeindruckt von seiner Leistung waren. Wie es sich für Aruba gehört, sprang Brady nach seinem Sieg erst mal traditionsgemäß in den Pool. Zweiter wurde übrigens Johan Storaker für $500.000.

Jetzt geht es für mich wieder nach Vegas wo ich am 20. Oktober im Bellagio das Main Event spiele. Danach findet am 21. im Venetian die erste Vorstellung von "The Real Deal" statt (ich bin am 21.10. und 26.10., sowie am 02.11. und 04.11. dabei), und ich bin bei drei Aufzeichnungen von Poker After Dark eingeplant. Da "Best Damn Poker Show II" am 27.10. startet, plane ich nach LA zu fahren, um "Best Damn Sports Show" zu machen.

 

(translated by 'Ghostwriter')

Kommentare

Veröffentlicht von Tutschi am 01:43 PM, October 13, 2008 | Antwort hinzufügen

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