Die letzte Woche – PAD, Party in NYC, UB, WSOP

Leider lässt NBC mich doch nicht verraten, wie ich bei Poker After Dark Cash Games abgeschnitten habe. Was ich sagen darf ist, dass ich bei mehreren Shows dabei war und insgesamt gesehen auch Geld gewonnen habe. Donnerstag hab ich gegen Eli Elezra mal wieder Chinese Poker gespielt und dabei leider $60.000 verloren. Danach ging es dann geradewegs in den Flieger nach New York City, wo ich mich zuerst mit meiner als Punk verkleideten Schwester in der Soho Grand Bar traf und im Anschluss daran noch bei Annie Duke vorbeischaute, um noch ein wenig für „Celebrity Apprentice“ zu spenden. Unser Event fand dann am Samstag gegen 16:30 Uhr statt, und es war schon lustig, Stars wie LPGA Pro Natalie Gulips (eine wirklich hübsche und nette Frau), Dennis Rodman, Ivanka Trump und Bernard Hopkins zu treffen. Abends ging ich in den „40 40 Club“, um Texas – Texas Tech zu gucken. Wir machten im „Separee“ von Jay Z richtig fett Party, tranken Dom P und schauten auf dem einen Sender das Spiel und auf dem anderen ESPN. Gegen 22:45 Uhr machten wir uns für ein spätes Abendessen auf den Weg ins „STK“ Steakhouse. Mir gefällt es dort, denn während man ein verdammt gutes Steak isst, legt nebenbei noch ein DJ auf. Von dort aus gingen wir dann runter in den Club „10 June“, schnappten uns eine Ecke im VIP Bereich, machten wieder Party und tanzten. Ich tanzte u.a. mit ein paar Models, was meine Frau mir ja auch erlaubt!
Sonntag wachte ich leider zum ersten Mal seit ein oder zwei Jahren mit einem Kater auf, und auch mein Rücken zwickte blöderweise ganz schön. Ich muss mich irgendwie dumm bewegt haben, als ich etwas von der Tanzfläche aufheben wollte. Sowas ist mir in den letzten 12 Jahren jedenfalls nicht passiert. Ich hätte deswegen fast meinen Flug abgesagt, hab mich aber entschieden, erstmal nach Hause zu gelangen und mich dann dort auszuruhen. Ich kam auch ohne größere Probleme nach Hause, habe die ganze Woche auf meinen Rücken aufgepasst und ihn geschont. Mittlerweile wird es auch schon besser.
Am Dienstag habe ich mir mit meiner Frau und meinen Söhnen die historische Wahl in den USA auf CNN angesehen. Zum ersten Mal seit 1982 war auch ich wieder wählen, werde aber nicht verraten wen ich gewählt habe. Meine Familienmitglieder haben sich über Obamas Sieg gefreut.
Donnerstag habe ich auf UB wieder $10.000 verloren. Die Blinds lagen bei $50-$100. In der einen Hand raise ich Preflop mit KT, der Flop kommt KT8, woraufhin mein Gegner mit $3.000 All-in geht. Ich calle, sehe bei ihm AA, und auf dem Turn gleich das nächste A…
Später callte ich ein Raise mit KK, jemand anderes reraist und zwei von uns callen (eigentlich war ich jetzt ja mit $1.800 Preflop All-in). Das Board zeigt dann 9883A, da mein Gegner mit 88 Quads gemacht hat, ging auch dieser Pot nicht zu mir. Was soll ich denn auch anders machen? Ich hab meine Chips zweimal als großer Favorit in die Mitte gebracht, aber gebracht hat es nichts. Meine Letzte Hand habe ich dann richtig schlecht gespielt. Auf einem 369 Flop stellte ich mit AT alles in die Mitte, da ich dachte, dass mein Gegner eh das machen würde, was er schon seit über einer Stunde gemacht hat: jeden Flop anspielen, egal was er hat. Dieses eine Mal hatte er mit QQ tatsächlich eine Hand. Gut gespielt! $10.000 Miese pro Tag ist übrigens mein neues Budget auf UB.
UB hat jetzt nach langen und intensiven Ermittlungen 22 Millionen Dollar an die vom Betrugsskandal betroffenen Spieler ausgezahlt. Es ist gut, dass die Sache endlich aufgeklärt ist, aber leider wird UB auch durch Sendungen wie eine „60 Minutes“ Show, welche sich wohl diese Woche mit dem Skandal beschäftigen soll, noch länger schlechte Presse bekommen. Viele Seiten hätten sich der Verantwortung entzogen und gesagt, dass es nicht ihr Problem sei. Es ist ja auch so einfach anderen die Schuld zuzuschieben.
Mit Paul Legget, dem neuen und starken Mann an der Spitze von UB, mache ich mir da aber keine Sorgen. Er hat dafür gesorgt, dass die Untersuchungen vorangetrieben werden und auf der Seite richtig aufgeräumt. Hoffentlich wird UB sich demnächst mit Absolut Poker zusammenschließen, um die Plattform „Cereus“ zu gründen. Zusammen hätte man dann die dritt- oder viertgrößte Pokerseite der Welt.
Hätte man nichts unternommen, dann hätte ich meinen Vertrag mit UB gekündigt. So sehe ich die Seite aber wieder im Aufwind und habe meinen Vertrag mit ihnen sogar verlängert.
Freitag holte ich meinen jüngsten Sohn früh aus der Schule ab, denn mein Geschäftsfreund Dave Williams hat uns angeboten, uns in seinem Privatjet mitzunehmen (eine MGM/Mirage Gulfstream, man könnte auch sagen eine umgebaute G4). Eine der wichtigsten Regeln, wenn man in einem Privatjet mitfliegen kann, lautet: Komme nie zu spät! Ich liebe es in Privatjets zu fliegen. Mit der Limo fährt man direkt zum Flugzeug auf das Rollfeld, steigt ein, fliegt ab und nach der Landung steigt man gleich wieder in die Limo ein. Ich bekam die Nachricht, dass Nelly sich mit mir treffen wollte. Er spielte gerade ein Turnier im „Hard Rock“ und alles lief auch gut, bis seine Asse auseinandergenommen wurden. Ich schlug vor, dass wir uns fürs Abendessen treffen. Seine Leute stimmten zu, aber es kam dann doch nicht dazu. Mein Sohn war zwar ein bisschen enttäuscht, weil er für seine Facebook Seite ein Foto mit Nelly haben wollte, aber ein Weltuntergang war das jetzt nicht. Wir aßen dann zusammen im „Yellowteil“ im Bellagio und konnten dort vom Balkon aus die Wassershow beobachten. In Vegas kümmert man sich toll um mich. Das „Yellowtail“ war zwar ausgebucht, aber es braucht keine fünf Minuten und wir hatten den besten Tisch des Hauses. Um 22 Uhr schauten wir uns „Love“ an. Ich sah die Show zum siebten, mein Sohn zum fünten Mal. Es gibt keine bessere Show! Seitdem ein paar Kleinigkeiten geändert wurden, ist sie sogar noch besser geworden.
Samstag musste ich um 10 Uhr (viel zu früh…) ins Rio und schaute mit meinem Sohn dann noch einen Film an. Um 15 Uhr war ich auf einem Wohltätigkeitsevent von Hoyt Corkins am Rande der Eröffnung eines Harley Davidson Geschäfts. Mittwoch werde ich übrigens ein $5.000 Buy-In Turnier zugunsten des „Philadelphia Children’s Hospital“ spielen. Der Gewinner darf den Namen des neuen Krankenhausflügels benennen. „Wilkommen im Phil Hellmuth Flügel!“ Wie cool wäre das denn?
Am Sonntag hing ich den ganzen Tag mit Johnny Chan, Chris Ferguson, Daniel Negreanun und Barry Greenstein im Rio rum, wo ja auch der Final Table des WSOP Main Events ausgetragen wurde. Das Spiel von Peter Eastgate und Ivan Demidov war wirklich beeindruckend, und die beiden verdienen es meiner Meinung nach, ins Heads-Up zu kommen. Natürlich verliere ich meinen Titel als jüngster Main Event Champion, falls Eastgate den Sieg holen sollte, aber da es für das Pokerspiel an sich eine tolle Sache ist, kann ich damit gut leben.

(translated by 'Ghostwriter')

Kommentare

Veröffentlicht von Anonym am 10:48 PM, November 13, 2008 | Antwort hinzufügen

Also Phil ist echt lustig,er hat mal gesagt das er denkt das sein Wert bei ca 400 millionen liegt die er im Jahr machen koennte.
Kein Plan ob er ein Deal mit Dom Perignon hat,aber glaubt mal seine gross angekündigte PH Collection kauft niemand,aber man sollte ihn ja auch nicht zu ernst nehmen.
Ihr kennt ihn ja wie er am tisch ist .

Veröffentlicht von Unimog am 12:22 PM, November 13, 2008 | Antwort hinzufügen

Ich möchte gerne die Gesamtzahl seiner Werbeverträge mal wissen. In einem Interview sagte er, er würde jährlich ca. 300 Mio. US $ mit Werbeeinnahmen machen . . . . . nicht schlecht, wenns stimmt . . . . da glaub ich ist er im Pokergeschäft weit weit alleine an der Spitze

Veröffentlicht von mat_luke am 08:26 PM, November 12, 2008 | Antwort hinzufügen

Er hat einen Werbevertrag mit Dom P

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