Die einfache, plausible und auch richtige Antwort ist schlicht und ergreifend: ja!
Aber wann ist es nötig? Bankrollmanagement ist dann nötig, wenn ich vom Pokern leben möchte und ein Totalverlust mein Vermögen bedroht. Schauen wir mal zu Fulltimepros.
Buzzer: Sollte Buzzer seine gesamte Bankroll vernichten wird ihn das wohl - meiner Einschätzung nach - mehr als empfindlich treffen, aber man darf Thomas wohl für intelligent genug halten, dass er von dem, was er durch Pokern verdient hat, ordentlich was auf die Seite geschaffen hat, was er jetzt in weniger schwankungsanfälligen Branchen für sich arbeiten lässt.
Ähnlich dürfte es sich mit Leuten wie Phil Ivey, Chris Moneymaker oder wen es da sonst noch so gibt verhalten.
Nichtsdestotrotz sprechen wir hier von Summen, die das Jahresgehalt des Durchschnittsverdieners um ein Vielfaches überschreiten und wo ein striktes Bankrollmanagement angebracht ist, um es nicht "blind" an die Fische zu verteilen. Aber wie ist das beim Otto-Normal-Pokerspieler?
Wenn ich 100$ einzahle, soll ich dann wirklich 2$ SNGs spielen? 2$ sind nicht einmal 2 Euro und dafür soll ich dann 1h in nem Fullring SNG zubringen? Für ne durchschnittliche Winrate von vielleicht 2-4$/h? Da geh ich lieber Zeitung austragen oder arbeite am Band beim BMW.
Wenn man sich pokertechnisch in so niedrigen Sphären aufhält sollte Poker, meiner Meinung nach, vor allem Spaß machen und an den Nerven kitzeln. Wer ernsthaft anstrebt aus Poker zumindest einen kleinen Nebenverdienst im mittleren 3-stelligen Bereich PRO MONAT zu ziehen, der muss - wenn er nicht erstmal 10 Jahre mit Bankrollaufbau beschäftigt sein will - schlicht und einfach bereit fürs Risiko sein. Bestes Beispiel sind die 11+1$ 180er SNGs auf Stars... Der Buy-In ist moderat und die Siegesprämie mit knapp 600$ nicht zu verachten. Wenn man dann einmal das Glück hat und als letzter den Tisch verlässt, dann kann man mal darüber nachdenken, dass man nun die 20$ SNGs mit BRM in Angriff nimmt und sich so weiter nach oben spielt. Da kann dann in the long run (bei entsprechender Affinität zum Spiel) eine bereits (für den "Normalo") akzeptable Winrate rausspringen.
Meine Meinung... BRM von der ersten 100$ - Einzahlung an ist nur für Leute, die nicht den Anspruch haben, weiter nach oben zu kommen.
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Veröffentlicht von vhone am 10:11 PM, February 19, 2009 | Antwort hinzufügen
Seh ich eigentlich ganz anderes. Gerade am Anfang, also als ANFÄNGER sollte man doch auf kleinen Levels im CG oder bei SnG anfangen und so 100$ eincashen ist o.k. Dann hast Du je nach Anbieter 20-50 BuyIn und kannst damit gute Erfahrungen sammeln. Klar ist die Zeit vorbeit daraus in 2-3 Monate einige Tausender zu machen. Aber wenn Du dann tatsächlich diese Level schlägst kannst Du ja auch höher gehen.
Alles andere führt am Anfang nur dazu dass du kein Zeit hast was zu lernen sondern bist direkt pleite. PlayMoney ist zum Üben Imao nicht geeignet.
Veröffentlicht von torschtl am 09:37 AM, February 19, 2009 | Antwort hinzufügen
ich bin halt jetzt von einem spieler ausgegangen, der es sich nicht leisten kann 1000 oder 10000$ einzucashen. Also Schüler, Studenten, Azubis... hier ist BRM meiner Meinung nach der falsche Weg....zumindest am Anfang... man muss sich nur einmal überlegen, wie lange man wohl mit 100$ auf NL5 (und auch dann hat man nur 20 Buy ins, was eigentlich zu wenig ist) rumdümpeln müsste, um 600$ zu erreichen...
Veröffentlicht von t2du am 03:31 AM, February 19, 2009 | Antwort hinzufügen
Hmm - witzig - ich beschäftige mich auch gerade mit dem Aufbau einer bankroll und dem Beginn bei 100 units.
In unserem Forum habe ich mich dazu verpflichtet, folgendes durchzuziehen: 100 Dollar Start - 10 Spieltage (nicht Kalendertage, manchmal klappt es zeitlich nicht) - jeden Tag 20% Zuwachs.
Würde bedeuten nach 10 Tagen wären rund 600 Dollar auf dem Konto.
Erste 4 Tage - 5-dollar-sng's. Ab Tag 5 Aufstieg in 10-dollar-sng's. Naja, und nach Tag 10 mal sehen. Auch im fl/nl-cash verschiedene Stufen.
3 Tage sind rum, Ziel erreicht. Wir werden sehen, wie es weiter geht.
Unterm Strich ist diese Variante allerdings nicht wirklich zu empfehlen. Birdie hat mir da die Leviten gelesen. Und er hat recht. Mit einer solchen Zielsetzung ist der Druck am jeweiligen Spieltag zu hoch. Aus diesem Grund - danke Hans - werde ich mein nächstes Ziel anders formulieren. Durchgezogen wird es jetzt natürlich trotzdem. :-)
BRM - WICHTIG!!!! BRM mit 50 Dollar - imho nicht machbar. Bisserl mehr muss es wohl sein, um das ernsthaft zu betreiben.
Greets!
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feel free visiting me:
Veröffentlicht von cuQa am 01:36 AM, February 19, 2009 | Antwort hinzufügen
Das wird jetzt aber teuer für einige =)
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Veröffentlicht von Peter am 11:15 AM, February 21, 2009 | Antwort hinzufügen
Also ich hab auf den Micros ausschliesslich gelernt; da akzeptabel was verdienen, schwierig...grad SNGs, auf den 5ern und 10ern donken se rum dass es oft nimmer lustig ist. Ich mein bin ich hier für Poker oder für Lotto, wenn ich denn 4 mal in a row mit mein QQ oder JJ von 58off etc. gepushed und gekillt werd, und les im chat: hey, its only a 5$ SNG, so what....neee.
Egal, das war mal, ich spiel auf den 22ern und höher und jo hab schon n BRM, die 50buyin Grenze unterschreite ich nur gaaaanz selten.