Sandra Naujoks in Monaco – finale Zugabe

Hallo Overcards-Community,

herzlichen Dank für das viele positive Feedback der letzten Tage. Gerne liefere ich euch heute ein paar weitere hoffentlich interessante Impressionen, ehe ich morgen wieder nach Hause fliege. Schön war's. Monaco ist immer eine Reise wert.

Neben den letzten beiden Level (7+8) der jeweiligen Starttage von Vanessa Rousso (1b) und Chad Brown (1a) habe ich mir auch Sandra Naujoks Level 6 angesehen. Meine Eindrücke von Vanessas und Chads Performance wird es wohl erst als Printversion in der nächsten Royal Flush geben, schon hier und heute aber darf ich das Spiel der amtierenden EPT Dortmund Gewinnerin loben.

Sandra saß also auf der Fünf. Bis auf den Red Pro auf der Drei (Jon Turner alias „Pearljammed“ auf Full Tilt Poker) waren keine weiteren (mir) bekannten Spieler präsent. „A g'mahte Wiesn“ quasi, so würde ich Sandras berlinerischen Kommentar ins bayrische Übersetzen. Ins Fachjargon übersetzt käme ich vielleicht mit „Fischglas“ hin, zu deutsch letztlich darf ich festhalten, dass sich Sandra dem Tischniveau mehr als gewachsen fühlte. Durch ihre Performance lies sie ihrem gesunden Selbstbewusstsein auch entsprechende Taten folgen.

Bei Blinds von 200-400 mit 50 Ante spielte Sandra einen over Average Stack von 47k.
Sie spielte im wesentlichen während meiner Stunde Observation drei Hände, gewann sie allesamt und zeigte dabei keine Karten. Als ich wieder abzog lag ihr Stack ca. 10k höher. Well done. Etwas detailierter? Bitte sehr:

1. Hand: Sandra hängt sich am Button mit in einen Familypot, der am Q-high Board zu ihr gecheckt wird. Sie checkt behind und als der Turn keine wirklich neuen Optionen bietet und abermals zu ihr gecheckt wird, gewinnt ihr Bet den Pot. Geht mit Hand leichter. Ist aber auch ohne möglich. Gefällt mir - so oder so.

2. Hand: Sandra openraist den Cutoff 1.150, der Button callt. Heads Up blickt man auf AK8 rainbow. Sie bettet 2,1k und wird gecallt. Auf eine 7 am Turn setzt sie 5k und gewinnt. Taktisch ein Dejavue: Kraftvoll gespielt, was mit Hand immer leichter fällt als ohne. Aber auch ohne ist es ihr zuzutrauen. Wer will das schon wirklich herausfinden? Bisher niemand.

3. Hand: Sandra sitzt im BB, der tighte Seat 9 (passend mit Holzfällerhemd ge- nicht ver-kleidet) openraist und wird von Jon am Button gecallt. Sandra reraist – beide folden. Hier gebe ich ihr noch am sichersten auch wirklich eine Hand. Um das zu wissen zu bezahlen wollte aber wieder mal keiner...

Fazit: Sandra hat Rückenwind. Selbstbewusst tritt und spielt sie auf. Das kann was werden. Alles Gute!

Und nun verabschiede ich mich aus Monte Carlo nicht ohne euch den tollen Blick von meinem Hotelzimmer auf das Turniergebäude zu zeigen. Viel Glück an- und abseits der Tische!

Zahler zocken – Könner kalkulieren

Stephan M. Kalhamer
the-gambling-institute.de

Kommentare

Veröffentlicht von wissewer am 08:50 PM, April 30, 2009 | Antwort hinzufügen

Nice Job! Es scheint ja wirklich alles in Butter zu sein für "deine" Schützlinge! Hoffentlich bleibt das auch so, wenn du dann nicht mehr vor Ort bist...

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