"Weniger ist manchmal mehr"

so heißt es ja in einem Sprichwort.
Und dass daran etwas dran ist, das sieht man sehr schön an einem Beispiel, das man auf der Pokerfirma als Gerücht des Tages lesen kann:

http://www.pokerfirma.de/news/geruecht/constantin-rijkenberg-%E2%80%93-n...

Darin wird gesagt, dass der Sieger der EPT San Remo, der Niederländer Constant Rijkenberg, 137 % seiner Anteile - also 37 % mehr als er tatsächlich hat :) - im Vorfeld verkauft haben soll.

Somit ist ihm bzw seinen Stakern bei einem stattlichen Preisgeld von 1,5 Mio Euro ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro entstanden.

Um noch ein Sprichwort zu strapazieren: Er hatte zu viel Glück im Unglück...

Was mir beim Lesen der Meldung so durch den Kopf ging:

- wie muss sich der junge Mann gefühlt haben, als er Platz für Platz nach vorne kam und dabei bildlich Euro nach Euro verbrannt wurde ?

- was muss sich der junge Mann im Vorfeld gedacht haben? Nicht viel vermute ich mal...außer dass er sich vielleicht von seinen knapp 1500 Euro "vermeintlichen Gewinn" die Reise finanzieren kann...

- wie müssen sich jetzt die Staker fühlen, die zwar immer noch einen ordentlichen Gewinn gemacht haben, aber an sich betrogen wurden? Überwiegt die Freude oder doch der Ärger?

- Wie hat sich Constant fühlen müssen als er das Siegerlächeln aufsetzen musste...hier ein Interview von Pokernews after his "success" :

http://www.youtube.com/watch?v=9k6G0QpZXe8

- und vor allem: wie müssen sich jetzt seine Gegner fühlen, die gewinnen wollten und gegen jemanden verloren haben bzw einfach nicht gewinnen konnten ( vielleicht trifft es das besser ), der den Lauf seines Lebens hatte?

Ich habe mir den Stream des Final Tables damals eine lange Zeit über angeguckt und kann mich noch gut erinnern als ich einen Freund am Telefon hatte und Constant ohne Not und total irre in einer frühen Phase des FT einen Re-re-reraise mit QJ gecallt hat , der für ihn das All-in bedeutet hat.

Der Gegner zeigte AK und der Flop brachte - wie könnte es anders sein - T98...damals verdrehte er komisch die Augen, wenn sich jetzt die Behauptung bewahrheitet, dann weiß man evtl auch warum...

Naja...aber irgendwie hat das alles auch eine schöne Seite sollte sich das Gerücht bewahrheiten:

die Gerechtigkeit hat gesiegt und dies ist ja immer wieder toll :)

Kommentare

Veröffentlicht von birdie am 01:29 AM, May 16, 2009 | Antwort hinzufügen

poker today hat hierzu auch etwas im letzten berichtet..einfach mal reingucken.
scheint sich zu bewahrheiten...

Veröffentlicht von Anonym am 01:05 PM, May 15, 2009 | Antwort hinzufügen

traue diesem idioten das wirklich zu! da spielt man das turnier für nüsse, kann ohne sich viel gedanken zu machen die wildesten moves machen da man ja eh. früh busten möchte. nur klappt das nicht und dann wird das ding zum selbstläufer. jedenfalls würde es einiges erklären.

Veröffentlicht von Luckydealer am 08:33 PM, May 14, 2009 | Antwort hinzufügen

Dann wäre es aber klar das Geschichte sich immer wieder wiederholt. Soweit ich weiss hat nämlich Stu Ungar sowas in der Art abgezogen und ebenfalls das Tourney geshippt, oder war es wer anders? Nichtsdestotrotz ist es wohl so oder so ähnlich schonmal passiert.

Wenn dem wahr wäre muss er selten dämlich gewesen sein das er nicht einfach irgendwo im niemandsland bustet..

Veröffentlicht von Angela am 09:04 AM, May 14, 2009 | Antwort hinzufügen

@ Anonym: Stimmt, so hast Du eine "totsichere" Methode.. ;-)

Veröffentlicht von Anonym am 06:50 PM, May 13, 2009 | Antwort hinzufügen

Hmm, also wenn ich meine Chips sicher verlieren wollte, dann würde ich auf den re-re-reraise einfach folden. Und bei der nächsten hand wieder limp call fold spielen etc. So kommt es gar nicht erst zum showdown und ich laufe gar nicht erst "Gefahr", zuviel Glück zu haben, oder? Wenn ich dann ultra short bin gehe ich halt irgendwann all in, aber dann machts ja auch nix wenn ich nochmal verdopple, dann klappt es eben beim nächsten Mal ;)

Veröffentlicht von Iseedeadpeople am 05:28 PM, May 13, 2009 | Antwort hinzufügen

Ich glaube kaum das es wahr ist. So dumm kann man einfach nicht sein.

Wenn ich schon mehr Anteile verkauft, dann call ich doch mal mit button pair schon gleich am Anfang vom Turnier irgendne obv. made hand down... und scheid dann early aus. Oder start irgendnen saudummen bluff bei dem es keine foldequity gibt etc...

So blöd kann eigtl niemand sein.

Veröffentlicht von Muppinger am 04:07 PM, May 13, 2009 | Antwort hinzufügen

"Der Gegner zeigte AK und der Flop brachte - wie könnte es anders sein - T98..." - ich bin immer der mit AK, verdreh komisch die Augen und denke mir: Weniger ist mehr ;-)

Veröffentlicht von zedmaster84 am 12:27 PM, May 13, 2009 | Antwort hinzufügen

klappt online meist auch wenn man rausfliegen will und dann die Spieler reihum vom Tisch nimmt ^^ hatte den Stream auch teilweise gesehen und es war schon err bemerkenswert, wie viel Glück der Rijkenberg hatte ... falls sich das Gerücht bewahrheiten sollte, dann dürfen wir sicher auf seine Erklärung gespannt sein ;)

Veröffentlicht von carlosmuc am 11:20 AM, May 13, 2009 | Antwort hinzufügen

Tja, der Beweis. Poker ist halt doch nur ein Glücksspiel ;)
Wenn der Pokergott will, kannst mit jedem Dreck all in und wirst immer gewinnen.

http://www.river-ratten.blogspot.com/

Veröffentlicht von Angela am 07:23 AM, May 13, 2009 | Antwort hinzufügen

Die Geschichte ist so verrückt, dass sie schon wieder wahr sein könnte... schon blöd, wenn man absichtlich verlieren möchte und es einfach nicht funktioniert. ;-)

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