diddy in vegas - mein erster mainevent der WSOP 2009

Auch wenn mein blog schon jetzt fast 2 monate alt ist, will ich ihn hier aufführen. Ich hab nen Paket für das Mainevent der WSOP in diesem Jahr gewonnen. Um euch an meinem Trip und meinen Erlebnissen in SinCity teilhaben zu lassen, habe ich eben den blog geschrieben. Was ich alles so erlebt habe, welche Pros ich treffen oder gegen welche ich spielen konnte, erfahrt ihr, wenn ihr diesen blog lest. Ein paar Impressionen, Bilder und Videos findet ihr unter meinem Originalblog http://diddyinvegas.blogspot.com/ .
Viel Spass beim lesen und Staunen. Vegas war wirklich ne Reise wert, vielleicht reicht es damit ja auch zur MEC nach Hamburg ;)

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Hi,
dank Pokernews, Partypoker, viel Pokerkönnen und einem Quäntchen Glück habe ich mir ein Paket für die World Series of Poker 2009 (der eigentlichen Pokerweltmeisterschaft) erspielen können. Neben einem bestimmt absolut geilen Pokererlebnis kann ich mir auch den Urlaub meines Lebens gönnen. Und ihr könnt mit diesem blog ein bisschen daran teilhaben.

Bevor es am Montag, 29.06., für mich Richtung Vegas losgeht, möchte ich mich schon mal für die Unterstützung und Glückwünsche von meiner Familie, meinen Freunden, meinem Fussball-Team und den deutschen PokerNews-Forenmitgliedern bedanken und würde mich über weitere Mails, Skype-Telefonate und ICQ-Nachrichten freuen ;)

Und wie es für mich Anfang der Woche losgehen wird, seht ihr in folgendem Video:

(Video s. oberen Link)

Hi Germany, this is Vegas calling,

Nach über 24 Stunden auf den Beinen, habe ich endlich mein Hotel in Las Vegas erreicht. Statt mit Air France bin ich dann doch mit Delta Airlines ab Düsseldorf geflogen. Hätte mir das mal jemand früher gesagt…

Mein Flieger ab D'dorf

Aber egal. Nach massig Bier am Abend zuvor in Düsseldorf (nochmals vielen Dank an Tim, dass ich bei dir pennen durfte und dass du mir die schönsten Seiten von Düsseldorf im Schnelldurchlauf gezeigt hast) und guten 4 Stunden Schlaf war mir eh fast alles egal, auch dass der Flug erst ne halbe Stunde später loskam. Immerhin hatte ich ne ganz nette Sitznachbarin und das Essen war eigentlich ganz gut, wäre das Durchschnittsalter der Stewardessen nicht über 40 Jahre gewesen, wäre die erste Tour bestimmt noch angenehmer verlaufen. Aber 9,5 Stunden können mit nur 3 Filmen (Dragonball Evolution, Dublicity und Er steht einfach nicht auf dich), die ich sowieso schon mal gesehen hatte oder nicht wirklich interessant fand, noch länger werden, als es sich wirklich anhört. Schlafen geht ja dann immer…

Angekommen in Atlanta gings Zittern los, lässt mich Homeland Security mit dem Terroristenfoto in meinem Reisepass überhaupt einreisen? Aber wieder erstmal Schritt für Schritt: lange Schlangen bei der Immigration, stand da vielleicht 1,5 Stunden an, dann sich halb ausziehen, mit den mittlerweile durchgeschwitzen Socken durch die halbe Halle laufen, weil man die Schuhe auch aufs Förderband legen musste und sich dann noch im riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesen Flughafen von Atlanta halb verlaufen.

Mein Flieger ab Atlanta

Atlanta, 35°C, das fertige Gesicht hält...

Also das ganze Packet, was man braucht, wenn man das erste Mal in Amerika ist und dann noch alleine mit gebrochenem Englisch nach dem Anschlussflug nach Vegas fragen muss. Hätte ich Englisch doch in der Oberstufe weitermachen sollen…

Da das Gate 20 Minuten vor Abflug zudem noch gewechselt wurde und ich dann nochmal ca. 200 m durch den Flughafen joggen konnte, war ich irgendwann auch gar. Deshalb hab ich den Anschlussflug Richtung Sin City fast komplett durchgepennt, auch wenn ich ne junge mexikanische Familie neben mir sitzen hatte, wobei das 3jährige Kind immer auf spanisch quängelte.

mal gucken, ob der Jetlag bald zuschlägt.

Nach ein paar Turbulenzen über dem Grand Canyon und dem Landeanflug auf Vegas, ich will nicht sagen, Frau am Steuer, aber es war eine Kapitänin, wars dann aber endgültig geschafft. Vegas, vielleicht der Ort einer meiner größten Chancen oder aber auch nur eines tollen Urlaubs. We will see.

Mal gucken, wie es morgen weitergeht, und wann ich das nächste Mal poste, Internet kostet im Hotel 15$/day… Und das ist nicht das Einzige, was beim Hotel hart ist. Von außen, auf den Gängen und eben im Zimmer scheint auf den ersten Blick alles deluxe zu sein, aber wenn man alleine im Bad mit der deutschen Genauigkeit rangeht, nerven doch einige Fingerabdrücke am Spiegel, paar Haare auf dem Boden, ganz schlecht ablaufendes Wasser beim Duschen.

Mein Zimmer bis morgen

Und die Klimaanlage auf 14°C eingestellt. Vielleicht bekomme ich ja morgen von PartyPoker nen besseres Zimmer…

ich muss jetzt erstmal ins Bett.

Bis demnächst

Stefan

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und nochmal hi,
früher als gedacht poste ich doch nochmal. seit eben bin ich im partypoker-team. hätte mir gar keine klamotten mitnehmen brauchen, haben mir alles an merchandiseartikeln gegeben, angefangen von 3 t-shirts, über ne trainingsjacke, rucksack, bis hin zu nem 4gb usb-stick. fühlt man sich gleich nen bisschen wichtiger und der mainevent der world series scheint immer präsenter.

gerade das erste buffet. vegas ist halt total amerikanisch... erst muss man ca 200 m an unzähligen spielautomaten und blackjacktischen vorbeigehen und bekommt dann nach 15 minuten anstehen nen tisch zugewiesen. aber danach gibts alles, was der collesterinwert und der magen begehrt. pfannkuchen, rührei, speck, würstchen, donuts, omelett wird dir nach deinen wünschen frisch zubereitet, früchte in allen farben und formen, wie man sie vorher noch sie gesehen oder gegessen hat. ist halt viel show dabei.

beim anstehen konnte ich gleich noch das typische an vegas sehen. hat doch einer in der kurzen zeit 400 $ beim blackjack verzockt. ich versuche es bestimmt auch mal, aber im kleineren rahmen. jetzt gehts erstmal auf den strip. werde fotos machen und euch auf dem laufenden halten. morgen steht die große playerparty im mgm grand an, da gibts bestimmt dann auch einiges zu sehen.
bis dahin
diddy

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TAG 1
hi germany, this is vegas calling, again.
auch wenn es hier gerade erst kurz vor 5 uhr am morgen ist, will ich hier mal noch etwas reinschreiben, um die interessierten von euch auf dem laufenden zu halten...
nachdem alle kleinen mängel an meinem hotelzimmer ohne jeglichen hinweis von mir behoben wurden, konnte ich mir bei meinen ersten sideseeingunternehmungen am 1. juli ein erstes bild von der stadt und den casinos in der nahen umgebung verschaffen. los gings im mgm grand, wo am tag drauf ja die playerparty von partypoker stattfinden sollte... vegas ist irgendwie unwirklicher als es vielleicht im fernsehen oder internet rübergebracht wird, man fühlt sich irgendwie selber wie im film, läuft meter für meter kulissen berühmter oder weniger interessanter serien und movies ab. wo findet man sonst ein löwengehege direkt neben spielautomaten und blackjacktischen...

weiter ging es durch die m&m world las vegas, wo es neben einem 3d kinofilm mit den m&m's helden eine wand mit m&m's in allen denkbaren farben gab, die man sogar kostenlos probieren durfte (mir war nach ner zeit ganz schlecht...)

Daneben gibts direkt das coca-cola-museum mit einer riesigen einladenen glasflasche, in der u.a. nen lift eingebaut ist. in vegas ist halt alles ein bisschen größer:

danach habe ich begonnen, mir die casinos auf dem strip und deren weiteren einladenen angebote mal von innen anzugucken. hier seht ihr eine auswahl an fotos davon, irgendwann baue ich auch noch ein vernünftiges onlinefotoalbum zusammen...

das bellagio, das wahrscheinlich bekannteste hotel und casino in vegas

paris in vegas?

oder doch new york?

aber auch irgendwie ägypten...

und wie im märchen

in dieser form gibts das nur hier in sincity, der stadt für gewinner und noch mehr verlierer...
ich könnte an dieser stelle bestimmt noch auf weitere bauten in vegas eingehen, aber dieser blog soll ja nicht nur ein reiseführer werden...
ich hab mir also an tag 1 die hacken durch halb vegas abgelaufen. auch wenn in deutschland 32°C als tropenhitze angesehen wird, kann man in vegas darüber nur lachen, die gibts hier in der nacht. tagsüber steigt das thermometer bis knapp unter 45°C. wer mal wissen will, wie sich das am tag anfühlt, sollte sich mal einen fön oder einen anderen haartrockner nehmen und in einem meter entfernung vors gesicht halten...
der tolle kontrast zu der hitze ist aber auch immer zugegen, egal in welches hotel, casino, mall, oder souveniershops man geht, es gibt immer riesen klimaanlagen, die die temperatur auf ca.18°C herunterkühlen, also typisches erkältungsfeeling für die zocker unter uns. ich dachte auch gleich mal, dass ich es mit dem glücksspiel versuchen sollte. dazu habe ich im excalibur (dem märchenschloss) mit blackjack begonnen. ich wollte es meinem unbekannten freund vom morgen natürlich nicht nachmachen und mit einem mal 400 tacken verlieren, deshalb hab ich einfach minimum gesetzt, waren auch schon mal 5$.
nach ca.10 minuten war ich nicht nur um erfahrungen reicher, sondern hab auch gleich mal aus 20$ startgeld 50 gemacht, somit hatte ich das morgentliche buffet für die nächsten tage schon drin. wie es dann weiterging , was ich an tag 2 alles neben der playerparty im mgm erlebt habe, schreibe ich in ein paar stunden. jetzt will ich erstmal wieder auf den strip, heute ist ja independenceday, also nationalfeiertag in den usa. es gab viele ankündigungen von feuerwerken, die ich euch später natürlich auch nicht vorenthalten werde.
bis dann
diddy in vegas

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TAG 2
what happens in vegas...

und wieder ein neuer tag im sonnigen nevada. aber für heute gab es mehrfach unwetter und sturmwarnungen, so dass ich mir für den vormittag nicht groß was vorgenommen habe. es traf sich aber gut, da ich mich für den mainevent der world series ja eh noch warmspielen wollte. in meinem hotel wird jeden morgen ein 40$-turnier angeboten, was ich zunächst interessant fand, weil es billig war. doch gleich zu beginn des turnier konnte man merken, dass sich ein paar crazy touristen eingekauft haben, die auch nur rumdonken wollten und fast mit jeder hand gepushed haben. am ende wurde ich von 60 spielern 8., ergebnistechnisch ok, es kamen aber nur die top 6 ins geld. naja, um eine pokererfahrung reicher, don't mess with crazy people...
wie man vielleicht an häufiger auftretenden anglizismen und denglischbegriffen merkt, fange ich an, mich an die amerikanische lebenweise und sprache zu gewöhnen. nicht nur dass ich mittlerweile schon in englisch träume und meist auch denke, ich genieße auch die entgegen meiner vorurteile vorhandene zurückhaltung und freundlichkeit. an jeder ecke wird man gefragt, wie es einem geht, und immer mit dem nachsatz SIR, fühlt man sich gleich nen bisschen wichtig.
nach ner kleinen mittagspause kam auch wieder die sonne in vegas raus und ich wollte mich ein wenig von dem fussmarsch des vorangegangenen tages erholen, so dass ich mir meine neue badehose angezogen (nein nun gibts keine fotos, kann ja sein, dass dieser blog von unter 18jährigen gelesen wir ;) ) und begonnen habe, die poollandschaft zu erkunden.

auch wenn die meisten liegen schon belegt waren, habe ich trotzdem noch eine in guter lage mit sicht auf den einen poolteil bekommen. und auch 3 gleich nebenan liegende, braun gebrannte blondinen aus florida, mit denen ich später ins gespräch gekommen bin bestätigte nur meine richtige wahl...
doch auch stefan freut sich mal zu früh, nur paar minuten später legt sich ein geschätzt 140 kg schweres wahlross zwischen mich und die bikinischönheiten. jetzt weiß ich, wie das damals mit der bundesrepublik und der ddr war...
doch es gab nicht nur dicken frauen neben mir auf der liege, auch im wasser tummelten sich massig übergewichtige amis, die meistens sogar mit voller bekleidung (mit shirt, badehose, sonnenbrille und kappe) in den pool sprangen oder sich mit einem zwischen ihre speckrollen gezwängten schwimmring im rundstrom des einen pools treiben ließen und häufig für einen stau sorgten...
aber das war mir dann auch irgendwie alles egal, es gab den ganzen tag über einen coolen dj, der gute musik in dem bereich auflegte, und das wetter stimmte ja. also konnte ich paar stunden chillen, bevor es abends auf die playerparty im mgm gehen sollte.

nachdem ein shuttlebus uns spieler um 19 uhr zum mgm gebracht hatte, wurden wir schon von den gut gekleideten bedienungen in empfang genommen und mit appetizern verwöhnt. in vegas scheint übrigens der stoff für jegliche kellnerinnen zu teuer zu sein, dass nahezu alle sehr knapp bekleidet sind ;)

es gab alles an nahrung und getränken, was sind eine geschundene pokerseele nur wünschen konnte, auch wenn die appetizer z.t. seltsam zu essen waren...
doch neben leichter unterhaltung und party stand poker doch im zentrum. neben wohlbekannten partypokerpros, wie mike sexton (2.v.r.) und ian frazier (ganz links), wurden auch 3 neue profis vorgestellt, wobei der eine ein deutscher (2. v.l.) ist, mit dem ich mich im weiteren verlauf auch noch gut unterhalten habe. hört man aber so einen über das spiel an sich zu sprechen, ist man als hobbyspieler ein wenig erschlagen, so dass ich mich eher an 2 franzosen und einen belgier gewandt habe, die ich am nachmittag schon im hotel kennengelernt hatte.

neben den partypokerpeople waren auch ein paar andere b-promis dabei. erst werde ich vom devilfish dave ullyett (links)angeremmpelt, danach drücke ich dem französischen ex-fussballnationalspieler franck leboef (rechts) die hand.

es war also eigentlich für alles gesorgt, für gaumen und fürs auge...
das einzig blöde war, dass wir von den hotelangestellten schon um halb zwölf gebeten wurden, die so genannten wet republic zu verlassen. doof, aber vegas schläft ja nie und es gibt überall angesagte clubs, so auch im mgm. so sind wir anschließend noch ins studio 54 gegangen, ein der beeindruckendsten clubs, die ich je gesehen habe. leider durfte ich darin keine fotos machen...
immerhin kann ich sagen, dass es noch ne wirklich geile party war, und wir bis 3 uhr gefeiert haben. dabei blieb ich noch länger bei den beiden franzosen und dem belgier stehen und wurde gleich auf ein paar pokerrunden nach paris eingeladen, die ich bestimmt irgendwann wahrnehmen werde. wow, what a night, aber die magarhitas in vegas haben wohl mehr umdrehungen als die in deutschland, zumindest war ich, als ich im bett angekommen bin ziemlich fertig...

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TAG 3
let the games beginn...
bevor ich zum partypoker-limosinenshuttle zum rio ging, habe ich mir wieder das buffet im montecarlo gegönnt. ich kanns nur wiederholen, für 12.95$ bekommt man wirklich alles. ich habe mir über die tage angewöhnt, 3 teller zu essen, angefangen mit fetten sachen, würstchen, burger, rührei, bacon, bratkartoffel, habe mit was gesundem weitergemacht, viel obst, melonen, birne pfirsich, birne, blaubeere, joghurt und mit nem teller süßem abgeschlossen, 10 verschiedene kuchensorten, pancakes, gefüllte teigtaschen etc. dazu gabs immer noch wieder kaffee und frisch gepresster o-saft, was will man mehr. meist war mir jetzt schon nach dem essen schlecht, hab mich wohl überfressen...
danach gings, wie angesprochen zum shuttle zum rio. neben mir wartete auch nen kanadier auf den bus, so dass wir uns auch noch ein wenig über god and the world unterhalten konnten.
angekommen im rio zeigte sich gleich, dass selbst poker noch eine steigerung zu den üblichen casinoaufbauten erfahren kann. dort ist es wie in einer eigenen stadt mit einer art pokerindustrie. neben den normal laufenden pokerturnieren, gabs alles, was ein pokerspieler höher schlagen lässt.

zudem liefen mir einige internationale pokerstars über den weg, mit denen ich mich natürlich gleich mal ablichten ließ und mir nen autogramm geholt habe.

doch auch das war noch nicht alles. partypoker hat für seine spieler einen extra raum mit sofas, fernsehern, kicker und allen möglichen nahrungsmitteln und getränken eingerichtet. also komplette ausstattung. wirklich riesig...
ich habe nahezu den ganzen tag im rio zugebracht und mal den anderen spielern zugeschaut, wie dir ihr spiel spielen. zudem konnte ich mich mit paar deutschen spielern, u.a. mit unserem bracelettgewinner jörg peisert unterhalten. daneben ist mir der ehemalige fussballer sergej barbarez über den weg gelaufen. hätte auch gerne nen foto mit ihm gemacht, mein akku war aber schon leer, kein wunder bei über 300 fotos der letzten tage.
am abend wollte ich im caesars palace noch nen 150$ turnier für mich als warm-up spielen, aber komm erstmal vom rio weg und dann zu nem anderen casino. da der shuttle erst 3 stunden später gefahren wäre, hab ich mich wieder zu fus aufgemacht, keine gute idee...
obwohl es nicht wirklich weit aussah, wie fast alles in vegas, war ich ne halbe stunde unterwegs. zudem hab ich immer wieder gedacht, eigentlich brauchst du training im livepoker, aber das ist trotzdem schon gutes geld. eigentlich wollte ich schon wieder weggehen, hab mich dann aber doch überwunden und mein cash gegen chips getauscht. es ging lang und länger, kein wunder bei 189 spielern und angenehmen blindstufen. eigentlich hab ich gut gespielt und mein onlinespiel auch live getestet und es ging nahezu alles auf, bis der sergej barbarez von vorher, nun bei mir am tisch auftauchte... und in der folgezeit hab ich keine vernünftige hand mehr bekommen. aber lief später wieder besser und ich konnte immerhin als 11. von den 189 abschließen, gab 344 $, ganz ok, für harte 9 stunden poker bis 4 uhr morgens nach einer partynacht zuvor mit viel alkohol...
ich fühle mich jetzt ganz gut für den mainevent gerüstet. wie es mir am independenceday ergangen ist, und wie mein erster tag bei der world series of poker als aktiver spieler gelaufen ist, erfahrt ihr, wenn ihr in den nächsten wieder auf meinen blog geht ;) drückt mir bitte am sonntag (21 uhr deutscher zeit) die daumen.
that's it
diddy in vegas

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TAG 4 - Independence Day
am 4. juli jährte sich zum 333 mal der tag der unabhängigkeiterklärung amerikas von großbritannien, also einer der größten feiertage in den staaten. und las vegas wollte dem in nichts nachstehen. geplant waren große bbqs, konzerte, partys, shows und nicht zuletzt ein großes feuerwerk. da dies der tag vor meinem maineventstarttag sein sollte, wollte ich wohl einiges mitnehmen, aber hauptsächlich chillen, dass ich entspannt und ausgeschlafen ins turnier starten konnte. nach einem ausgiebigen schlaf und einem noch ausgiebigerem bbq, bei dem es verschiedene internationale gerichte, vorwiegend fleischgerichte ;) , gab, habe ich mich wieder auf den strip begeben, um mich zu informieren, wo welche aktionen an diesem tag stattfinden sollten. doch bevor es richtig losging, durfte ich feststellen, dass vor meinem hotel, dem montecarlo, ein strand aufgebaut wurde, bei dem es 20 minuten später im rahmen einer beachparty einen bikinicontest geben sollte. so konnte ich doch noch paar minuten entbehren...

da ich aber auch endlich noch briefmarken für die vielen postkarten, die ich ein paar leuten versprochen habe, organisieren wollte, musste ich auch langsam mal auf den strip. briefmarken zu holen, klingt einfacher, als dass es in vegas ist. im hotel gibt es zwar einen antiken automaten, in den man quater einwerfen muss, aber ich hatte bisher keinen bock, 80 quater zu wechseln und die alle darein zu schmeißen... deshalb müsst ihr leider noch auf die karte aus vegas warten ;)
ich hab mir in der folge das bellagio mal genauer angeguckt, wirklich beeindruckend, welchen luxus ein hotel haben kann.

das paris hotel steht diesem aber in keinster weise nach. vorher nur im vorbeigehen fotografiert, habe ich auch mal die inneren werte betrachtet. wo in den nächsten wochen die tour de france über den richtigen champs elisees fährt, stehen hier in einer nachbildung spielautomaten und blackjacktische.

die letzten infos, die ich eingeholt hatte, besagten, dass es um 21 uhr neben einem konzert von chester bennington, dem leadsänger von linkin park, im planet hollywood ein großes feuerwerk über dem mandalay bay geben sollte. deshalb habe ich mich um halb 9 mit einem magaritha bewaffnet und mich erneut auf den weg, den strip hoch, gemacht. neben den tausenden anderer leute, wirklich ganz vegas schien auf den beinen zu sein, kam ich aber vielleicht nen halben kilometer weit. ca. 20 polizeifahrzeuge mit einigen polizisten hatten den halben strip sowohl für den verkehr, als auch für die fussgänger gesperrt, so dass an ein fortkommen zum mandalay bay nicht zu denken war. wie die anderen auch war ich wirklich enttäuscht, so dass ich das feuerwerk nur aus sicherer entfernung bewundern konnte.

später habe ich erfahren, dass wohl ein trick eines zauberkünstlers daneben gegangen ist, ein vorhang hat feuer gefangen und ist ins publikum gefallen, wodurch ein paar leute verletzt wurden. statt noch mehr feuerwerk, gibts deshalb noch ein paar abendimpressionen aus vegas.

in diesem sinne, happy independence day...
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TAG 5
nun gehts auch für mich los...
ein bisschen nervös, aber mit noch mehr vorfreude gings heute für mich im mainevent los.
bevor ich ein bisschen von meinem spiel erzähle schon mal mein erstes ergebnis. ich hab tag 1 einigermaßen gut überstanden, nach 5 blindlevel, also 10 stunden poker, habe ich mit 49350 chips abgeschlossen, bin damit im guten averagebereich.
hab die nacht vor dem mainevent wenig geschlafen, war deshalb ziemlich müde, als es um 10 mit dem shuttle zum rio ging. partypoker hatte das seating eigentlich gut organisiert, so dass ich vorher noch entspannt ein paar kaffee trinken und mich mit ein paar anderen spielern von partypoker unterhalten konnte. dabei war ein deutscher hobbyspieler aus frankfurt, den es aber im letzten blindlevel des tages erwischt hatte. zudem habe ich noch einen holländer und phil, einen typischen briten, wie er im buche steht, kennengelernt, mit denen ich auch an den folgetagen noch so einiges gemacht habe.
12 uhr sollte das turnier starten, mich verschlug es in den brasiliaroom. da dieser direkt gegenüber der partypokersuite war, hatte ich keine großen wege.
weil an den tagen 1c und 1d bekanntlich mehr spieler vorhanden sind, asl an den beiden vorangegangenen tagen, wurden 5 blindlevel gespielt, bedeutete 10 stunden poker + 20 minuten pausen. ich bekam gleich einen ganz netten tisch: zur meiner rechten nahm kelly kim, letztes jahr am final table, zu meiner linken tuan le. mir gegenüber saß ein alteingesessener, den ich weiter nicht kannte, der sich aber als doug paxton, amtierender oklahoma state champion, rausstellte und auch wohl ne große nummer da ist. zudem hatte ich noch zwei junge briten am tisch, die sich regelmäßig mit dicken pötten battleten, wobei der eine dann auch bald die segel streichen musste. dazu gabs noch einen reichen reedereigriechen, einen brasilianer, der kaum englisch sprach und verstand, und zwei amis. der tisch war ganz ok, das gelache von kelly kim ging mir nur nach ner zeit auf den sack...
da ich mir vorgenommen hatte, sehr tight zu spielen und wirklich nur die dicken hände zu beginn zu nehmen, war ich sehr zurückhaltend. zwischendurch wollte ich mich tuan le vorstellen und hab ihn einmal dick gebluffed. er wollte andauernd wissen, was ich hatte, hab ihm darauf ne tolle geschichte erzählt, welches er mir noch 2 stunden später übel nahm, als der tisch aufgelöst wurde. innerhalb der ersten blindlevel konnte ich mich stetig steigern, so dass ich nach dem 2. level von 30000 starting auf 38000 hochgekommen bin.
danach gabs einen neuen tisch für mich, bei dem ich keinen auf den ersten blick kannte. nach ersten recherchen hatte ich Matthew Casterella und James Akenhead als bekanntere dabei, zudem zu meiner rechten ein 2,25 m riesenvenezuelaner, nen sunnyboy aus san diego und paar andere amis. den einen hab ich extra aufgeführt, weil ich diesen im laufe der zeit total on tilt bringen konnte und er am ende für meine 49000 chips verantwortlich war. mit 44000 chips ins letzte level startend, bekam ich die erste stunde nicht eine hand. bei blinds von 200/400 und insbesondere 50 ante zerrten an meinem stack. dann bekam ich zwei bad beats und eine harte entscheidung rein, die mich auf 22000 chips runterbattleten und ich am ende befürchten musste, tag 2 als besucher betrachten zu müssen. erst hatte ich AQ suited auf der hand, raise 3 fach preflop, ein caller, flop kommt aq9, ich bette 2/3 pot, er reraised mich, ich calle, turn 7, ich bette, er callt, hinten raus kommt noch nen j. check, check. er dreht mir 10 und 8 für ne straight um, aber wie kann ein normaler mensch zwischendrin mit nem schlechten draw soviel zahlen...?
die schlechte entscheidung hatte ich gegen nen fulltiltpro aus england. ich wieder AQ auf der hand, preflopraise. er callt. flop a85, ich wieder 2/3 potbet, er geht drüber, ich calle. als am turn noch ne 8 kommt, setzt er mich allin. da ich noch ca. 20000 dahinter hatte und nicht direkt an tag 1 rausfliegen wollte, habe ich lange überlegt, wie er gespielt hat und was er für ne hand haben könnte. hat er nen drilling, vielleicht AK und damit nen besseres kicker? ich hab mich entschieden, wegzuschmeißen und zu zeigen. am ende des tages kam er noch zu mir, schüttelte mir die hand und sagte, er hätte auch AQ gehabt. na geil, ich im letzten level, es war kurz nach mitternacht, schon ziemlich übermüdet spiele noch paar kleine pötte, so dass ich auf 22 k hochkomme. trotzdem wäre es bei diesem chipcount schon fürs nächste blindlevel eng geworden. deshalb war ich umso glücklicher als ich nach dem ersten Ass auch noch ein zweites in meiner pocket finden konnte. gleiches spiel wie vorher auch, ich bette. nun kommt der sunnyboy aus san diego, denkt ich will vielleicht zum schluss nochmal die blinds stehlen, und setzt mich allin. ich schmeiße ja wohl auch mal ganz gute hände weg, aber mit der hand riskiere ich auch wohl das turnier. ich fiel fast aus allen wolken, als er Q/ off umdrehte. immerhin hat er nichts mehr getroffen, so dass ich doch ein versöhnliches ende des tages erleben konnte.

wie ihr unter http://www.intellipoker.com/articles?id=3725 sehen könnt, bin ich auf platz 423 von 1696 startern im guten mittelfeld.

nun hab ich nach einem bisher geilen urlaub mein nächstes minimalziel erreicht. um mal weiter zu träumen, biete ich folgende zahlen auf:

Players: 6,494 players
Total Purse: $61,043,600
First Place: $8,548,435
Total Players Cashing: 648

noch sind ca. 4500 spieler dabei, ich bin einer von ihnen, mal gucken, wie weit es für mich geht. mittwoch gehts für mich weiter.
bis dann
diddy in vegas

P.S. es sind schon so einige stars raus: doyle brunson, daniel negreanu, jamie gold, jonnhy chan und, und, und...
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ein traum ist ausgeträumt... ;(
hi, meine lieben pokerfreunde,
leider ist mein traum doch schon früher ausgeträumt, als gedacht.
schon im zweiten level des 2. tages habe ich mich auf 53 k hochgearbeitet und finde preflop meine todeskings...
raise aus mittlerer position 3fach, smallblind callt, rest raus. flop kommt q26 rainbow. ich bette halben pot, er geht drüber. ich hab lange überlegt, was er denn haben könnte. ich habe ihn nicht auf nen set gesetzt. und bei dem flop 2 pair? turn kommt ne 8. ich stelle 12 k rein, hab noch vielleicht 25 k dahinter. er geht allin. ich konnte mich nicht von den kk trennen und calle nach wiederum langem überlegen. er dreht strahlend q2 um, 2pair... ich wurde gebusted und bin seitdem ziemlich fertig. fertig zwischen angepisstsein, traurig, dass ich 1,5 tage mein a-game gespielt habe und innerhalb von paar minuten das ganze zunichte gemacht habe und auch enttäuscht, dass ich die erwartungen von mir und die anderer leute nicht erfüllen konnte. es war nen wirklich geiler urlaub in vegas, mehr aber leider ja nicht...
ich werde gleich erstmal meine koffer packen und mir dann heute abend die kante geben. morgen geht mein flug zurück in die heimat. vielleicht schreibe ich dann noch mehr und stelle paar mehr bilder rein.

leider ist dies mein einziges bracelett, was ich bekommen habe...

das war der letzte beitrag aus vegas
diddy out of vegas

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