Glück im Leben, Timberlake, Green Bay Packers, Vegas

Ich glaube, dass ich im Leben und auch beim Poker bisher sehr viel Glück hatte, und ich bin mir dessen auch vollkommen bewusst. Das soll jetzt nicht religiös wirken, aber ich möchte jetzt einfach mal „Danke“ an die ganzen Mächte sagen, die uns umgeben. Ich versuche Geld zu spenden, statte Wohltätigkeitsorganisationen mit Material für Auktionen aus (unterschriebene Bücher, Bilder, Hüte, Shirts und Wackelköpfe), ich nehme keine Drogen, trinke nicht zu viel Alkohol, veranstalte Wohltätigkeitsevents wie das bald stattfindende www.HoldemforHeroes.com. Ich stehe immer hinter meiner Frau und meinen Kindern. Indem ich versuche ein gutes Leben zu führen, wie z.B. meine Frau nicht zu betrügen, fühle ich mich wohl. Und ja, ich weiß, dass mein Verhalten am Pokertisch oftmals gegen mich spricht!

Es ist nicht gerade einfach sich gut zu fühlen, wenn man soviele WSOP Rekorde hält, sich bester Gesundheit erfreut (zumindest auf dem Papier), seit fast 20 Jahren glücklich verheiratet ist, einen Bestseller geschrieben hat, seine eigene Fernsehshow hat, auf 12 Millionen Bierdosen war, jeden Tag auf der Straße angehalten wird, als ob man jemand besonderes wäre, usw… Wer bin ich denn, dass ich all das überhaupt verdiene? Ich bin doch nur ein einfacher Mann aus Madison, Wisconsin, der in der Schule durchschnittliche Noten und eine ganz und gar durchschnittliche Kindheit hatte. Ich gehöre zu denen, die das College geschmissen haben. Da ich allerdings immer versuche das Richtige zu tun, wie z.B. ein guter Ehemann und Vater zu sein, Geld zu spenden und viel Kraft und Zeit für Wohltätige Zwecke zu geben, fühle ich, dass es Ok ist, solch ein glückliches Leben zu führen. Je mehr Zeit vergeht, desto zufriedener bin ich mit meinem Leben und mir selbst. Ich werde auch in Zukunft weiterhin mit Leidenschaft und Hingabe Poker spielen, meiner Frau und meinen Kindern treu bleiben, denen Geld geben, die es nötig haben und natürlich werde ich auch versuchen, noch mehr WSOP Bracelets zu gewinnen und meine Rekorde zu behalten. Allerdings sitzen mir Spieler wie Johnny Chann, Doyle Brunson, Erik Seidel und Phil Ivey im Nacken.

Jetzt aber mal zu aktuellen Infos. Meinen Tweets könnt ihr weiterhin ein- bis zweimal täglich auf www.twitter.com/phil_helmuth folgen. Vor zwei Wochen traf ich mich mit Justin Timberlake auf dessen PGA Tour Event in Las Vegas. Ich bin ein großer Fan von ihm und wie erwartet, ist er ein richtig netter Kerl. Er spielt selbst auch gerne Poker, leider in der letzten Zeit nicht mehr so häufig, da er es nicht so mag, wenn er seinen Freunden das Geld aus der Tasche zieht. Auf Twitter gibt es übrigens ein cooles Bild mit Justin, Kenny G, Alice Cooper und mir. Ich war auch bei Jeff Shulmann um mit ihm ein paar Stunden lang für den Final Table der WSOP „zu üben“. Natürlich ist Jeff schon ein sehr guter Spieler, aber von einem Coaching kann jeder immer etwas mitnehmen. Mit meinen über 50 Final Tables in Hold’em bin ich wahrscheinlich nicht die schlechteste Wahl. Jeff spielt sehr gut, und wenn er seine Gegner im November gut lesen kann, hat er eine gute Chance zu gewinnen. Für den Rest der Woche habe ich dann mit Jeff, dessen Vater Barry (der gerade das WSOPE Main Event gewonnen hat – wer gibt hier eigentlich wem Unterricht?), Diego, Adam und noch ein paar anderen gearbeitet. Während wir Hände, Taktiken, und die bestmögliche Siegstrategie diskutierten, habe ich auch noch etwas dazugelernt. Diego kannte jeden Gegner, ihre Stärken und Schwächen, und so haben wir ausgiebig darüber diskutiert welches Ziel die anderen Spieler am Tisch wohl verfolgen werden. Wir haben dann auch den Final Table mit den letzten sieben, sechs, fünf, vier und drei Spielern simuliert. Dazu haben wir die aktuellen Chipcounts mit einbezogen und versucht wie die „November Nine“ zu agieren. Wir haben dafür sogar ein paar Handhistories gelesen.

Am Freitag flog ich nach Hause und bekam von meiner Publizistin Lara Miller mitgeteilt, dass sie Tickets für das Heimspiel der Green Bay Packers gegen die Vikings am 1. November besorgen konnte. Das wird die Rückkehr von Brett Favre!!! Ich bin totaler Favre und Packers Fan, genauso wie mein Vater, der jedoch noch nie ein Spiel auf dem Lambeau Field gesehen hat. Jetzt kann ich ihn mitnehmen. Mit ihm war ich schon beim Superbowl als wir gegen Denver verloren haben. Samstag geht’s nach Green Bay, am Montag dann nach Las Vegas.

In Vegas habe ich NBC gerade ein paar Interviews gegeben. Das soll dann für den Tag auch genung gewesen sein, denn ich bin mal wieder aufgewacht und war hundemüde. Ich denke, dass es daran liegt, dass ich in letzter Zeit soviel unterwegs war (London, Aruba, San Antonio, Vegas), und zudem mein Schlafapnoe-Syndrom Equipment mal ausgetauscht werden müsste. Es ist einfach nicht schön jeden Morgen müde aufzuwachen. So ging es mir schon mein ganzes Leben lang bis die Diagnose Schlafapnoe feststand und ich die Maschine bekam.
Ich will fit sein, denn es stehen jetzt zwei $20.000 Buy-In „Poker After Dark“ Episoden auf dem Programm. In der ersten werde ich mit Phil Laak, Antonio, Anette Obrestad , Mike Matusow und EDOG am Tisch sitzen, in der zweiten zusammen mit Chris „Jesus“ Ferguson und vier Qualifikanten.

Beim Spiel der Packers am Wochenende werde ich für ESPN News arbeiten, danach werde ich ebenfalls für ESPN zusammen mit Doyle, Chan und Ivey Material für den Final Table der „November Nine“ abdrehen. Das wird bestimmt ein Mordsspaß! Vielleicht steht auch noch eine weitere Coaching-Session mit Jeff an, aber ich glaube, dass er schon zu 90% bereit für den Final Table ist. Nächsten Donnerstag geht es dann weiter mit Poker After Dark, dieses Mal allerdings mit einem Cash Game. $50.000 Buy-In am Donnerstag und $100.000 am Freitag. Nächsten Samstag startet dann im Rio der heiß erwartete Final Table der WSOP. Ich werde die ganze Zeit über dabei sein und Jeff betreuen. Vegas! Vegas! Vegas!

Lern mehr über Phil auf www.PhilHellmuth.com und schaut auch mal im Webstore auf www.PokerBrat.com vorbei.

(translated by 'Ghostwriter')

Kommentare

Veröffentlicht von metmaster2 am 01:34 AM, November 06, 2009 | Antwort hinzufügen

was ist dein problem? mir gefällt sein blog. klar erzählt er von seinen erfolgen, aber warum auch nicht?! es ist ja nicht so als würde er allen sagen wie scheiße sie doch sind und nur er ist der größte. er erzählt einfach sachlich von seinen erfolgen...
ich finde der blog kommt ziemlich sympathisch rüber und ist interessant zu lesen

Veröffentlicht von Body am 11:58 AM, November 03, 2009 | Antwort hinzufügen

Wie oft müssen wir uns diese Selbstbeweihräucherung eines Phil Hellmuth eigentlich noch antun. Sorry, ist kein Vorwurf an "Overcards", aber der Mann hat ein pathologisches Geltungsbedürfnis, welches dringend behandelt werden sollte.

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