WSOP Final Table Einschätzungen

Hallo,
in 2 Tagen ist es ja so weit: der Final Table des WSOP Main Events der WSOP 2009 geht über die Bühne und aus diesem Grund wurde ich vom Ace-Magazin zu meinen Einschätzungen zum Final Table befragt.

Anbei findet ihr meine Antworten und ich bin mal gespannt, wie ich am Ende abschneiden werde... :)

Fragen zu den November Nine:

Ausgangssituation:

Seat Name Chipcount Quoten Quoten
(betfair) (bodog)
1 Darwin Moon (USA) 58.930.000 3/1 17/10
2 James Akenhead (GB) 6.800.000 17/1 22/1
3 Phil Ivey (USA) 9.765.000 7/1 4/1
4 Kevin Schaffel (USA) 12.390.000 15/1 12/1
5 Steven Begleiter (USA) 29.885.000 6/1 4/1
6 Eric Buchman (USA) 34.800.000 9/2 3/1
7 Joe Cada (USA) 13.215.000 15/1 10/1
8 Antoine Saout (FRA) 9.500.000 20/1 12/1
9 Jeff Shulman (USA) 19.580.000 11/2 4/1

Fragen:

1. Wirst du den Final Table des WSOP Main Events verfolgen (permanent über Liveblogs oder ähnliches?)

Ich werde zu der Zeit zusammen mit Stephan Kalhamer in Las Vegas sein und werde versuchen das Event live vor Ort zu verfolgen.

2. Wer ist dein Favourit und warum?

Trotz des klaren Chipleads denke ich nicht, dass es einen Sieg von Darwin Moon geben wird. Der Final Table wird eine Nervenschlacht werden und die Erfahrung wird sicherlich eine entscheidende Rolle spielen und diese fehlt Darwin Moon. Daher tippe ich – wie so viele andere auch - auf Phil Ivey.

3. Wer wäre dein Weltmeister der Herzen?

Ich bin ein großer Fan von Phil Ivey und daher würde es mich auch besonders freuen, wenn er das wichtigste Event des Jahres gewinnen könnte und seine ohnehin schon sensationelle WSOP-Bilanz 2009 noch krönen könnte.

4. Kennst du einen der Spieler? Hast du mit einem der Spieler schon mal am Tisch gesessen?

Natürlich kennt man Spieler wie Phil Ivey oder Jeff Shulman, allerdings war ich bisher mit noch Keinem der Beiden am Tisch gesessen. Mit Joe Cada und James Akenhead habe ich schon mehrfach Turniere gespielt und diese haben einen sehr starken Eindruck hinterlassen.

5. Wäre es für die Pokerwelt besser, wenn ein Holzfäller aus Ohio, der noch nie Online-Poker gespielt hat (Darwin Moon) oder aber einer der besten Spieler der Welt (Phil Ivey) gewänne?

In den letzten Jahren gab es ja wiederholt Siege von „No-Names“. Dies war natürlich super und mit der „Tellerwäscher zum Millionär“-Story war Poker immer super zu vermarkten. Aber ich denke fürs Pokern wäre es auch mal wieder hervorragend, wenn ein weltbekannter Pro wie Phil Ivey den Sieg erringen könnte.

6. Jeff Shulman, der Sohn des WSOP Europe Main Event Gewinners und Herausgeber des Poker Magazins „Card Player“ hat angekündigt, das Bracelet nach dem Sieg wegzuwerfen, um gegen die Medienpolitik der WSOP-Verantwortlichen zu protestieren. Wäre er im Fall eines Sieges ein würdiger Repräsentant der Pokerwelt? Wie wichtig ist die repräsentative Rolle des Weltmeisters eigentlich?

Ich glaube er wollte nur damit Aufmerksamkeit erregen und Missstände ansprechen und dies ist ihm ja auch gelungen, wie die Frage zeigt. Sicherlich würde er das Bracelet hoch achten und er wäre – trotz seiner Aussage - ein würdiger Repräsentant.
Die repräsentative Rolle des Weltmeisters ist meines Erachtens sehr hoch. Durch die vielen Auftritte in TV-Shows, Interviews oder auch bei Turnieren erfährt der Gewinner eine enorme Aufmerksamkeit und seine Rolle als Botschafter des Pokerns ist dann natürlich sehr entscheidend.

7. Wie würdest du das Turnier angehen, wenn du Chipleader Darwin Moon wärst?

Ich würde es verhältnismäßig ruhig angehen lassen und versuchen die Nervosität, die sicherlich da sein wird, in den Griff zu kriegen und mir einen Eindruck vom Spiel meiner Gegner zu machen. Auf jeden Fall würde ich es vermeiden als Tisch-Tyrann aufzutreten, dafür sind die Gegner zu erfahren und wissen zu gut, was sie machen.

8. Wie würdest du das Turnier angehen, wenn du auf alle anderen eine große Edge hättest (wie Phil Ivey) aber im Chipcount nur 7. bist und sechsmal weniger Chips hast, als der Chipleader?

Die Chipkonstellation ist so, dass es sich ja niemand - außer dem Chipleader- erlauben kann ein all-in gegen Phil Ivey zu verlieren, ohne dann selbst einen Großteil seines Stacks dabei abzugeben. Der Chipstack von Phil Ivey (40 BB) lässt es noch zu gutes Poker zu spielen und daher rechne ich mit einem aggressiven Start von Phil Ivey, der sicherlich voll auf Angriff gehen wird.

9. Wie würdest du das Turnier angehen, wenn du der Shortstack James Akenhead wärst?

Bei der Pay-Out-Struktur ist es natürlich interessant auch die Strategie zu fahren Platz für Platz weiter nach vorne zu rutschen, aber ich denke dies widerspricht der Einstellung von James Akenhead. Wer am Final Table bei der WSOP sitzt will das Ding gewinnen und denkt nur sekundär ans Preisgeld. Daher denke ich, dass er versuchen wird möglichst früh anzugreifen und sich eine gute Ausgangsbasis für den Titelkampf zu ermöglichen.

10. Hast du irgendwelche Wetten hinsichtlich des Ausgangs am Laufen?

Nein, noch nicht…aber um es interessanter zu gestalten folgt evtl. noch eine Wette, wobei ich aber die Quoten für Phil Ivey als viel zu gering ansehe und zu dem Preis nicht setzen würde.

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