t2du masters IV - Bericht über das Poker-Frühstück

Sonntag Morgen, 7:42 Uhr.

Welcher Idiot hat den Wecker auf mitten in der Nacht gestellt? Hmm…….ich lebe hier allein. Also muss es einen Grund geben. Ah - da war ja was - das t2du-Frühstück! Oh Mann, was habe ich mir da angetan?

Sofort laufen wieder sämtliche Horror-Szenarien in meinem Kopf ab. Kommen alle angemeldeten Spieler? Klappt das mit dem Frühstück alles? Habe ich alles dabei, was wir für das anstehende Deep-Stack brauchen?

Erstmal duschen. Abfahrt ist für 9 Uhr ausgemacht, gemeinsam mit dem pokernarrischen Nachbarn nebst Frau und Kind, die sich das Frühstück nicht entgehen lassen wollen. Viertel vor 9, die Frisur sitzt - NICHT. Ok - heute ist Cappi-Pflicht, zumindest bei mir. Und in den nächsten Tagen muss ich dringend zum Friseur.

Und los geht’s. Wir sind pünktlich vor Ort, Unterföhring, Flaschengeist. Rainer, unser „t2du-Stamm-Wirt“, hatte zwei Tage vorher Geburtstag. Nachwirkungen sind klar in den Augen zu erkennen. Er verzog sich in die Küche, lecker Frühstück vorbereiten. Yule und Lydia übernahmen die Erstversorgung der hungrigen Meute.

Und genau diese ließ jetzt auch nicht mehr auf sich warten. Noch während rschef und meine Wenigkeit die Pokertische aufstellten, trudelten die ersten Spieler ein.

Bei lecker Rührei, Würschteln, Semmeln und was so dazu gehört, gab es schon viel zu quatschen. Poker als Grund für social networking - ja, so soll es sein!

Einige Frühschoppen-Freunde genossen das eine oder andere Weißbier, na das kann ja lustig werden. :-)

Pünktlich um 11:30 Uhr schafften wir es, das Turnier starten zu lassen. 35 Spieler, 2 outsitter, die nach ca. 1 Stunde mit dazugekommen sind. 30.000 Chips, wsop-main-event-Struktur, 30-Minuten-Blinds, da lässt es sich sauber spielen.

Und als wenn mir jemand meinen Traum vom langsamen, tighten Spiel nehmen wolle, ging es in der ersten Hand schon an zwei Tischen voll zur Sache. AA gegen QQ-Q an table 1, eine ähnliche Konstellation auf table 3, Pots in Höhe von rund 10k waren die Folge. Uff, das ist mal ein Start.

Danach wurde es ruhiger, wobei mein Tisch höchst aggressiv aufgelegt war. Nachdem ich eine Hand überspielt habe (K9 im sb vs. KQ im bb, K im Flop), war ich selbst 10k down und habe mich lange Zeit aus der action herausgehalten.

Widerwillig lässt er sich die „first-seat-open“-Medaille um den Hals hängen und verschwindet noch vor dem Gruppenbild. Das masters II war sein großer Erfolg, in Nr. IV war das Glück auf der anderen Seite. Beim nächsten Mal wieder!

Die ganze Meute - wow, schöne große Gruppe, toll!
 

Mittlerweile running-gag - opm NOCH mit chips ;-)

Nach vielen Händen und rund 10 Stunden Poker war der Finaltisch gefunden. Klarer chip-leader ein Typ mit dem Namen „koerper“. Das, was er an chips vor sich aufgebaut hatte, ähnelte eher der chinesischen Mauer als einem stack.

Und doch, es zeigt sich auf der wsop wie in Unterföhring: Ein klarer chiplead bedeutet noch lange keinen Sieg. Die Mauer wurde kleiner und die chips auf die anderen Spieler verteilt.

Einer nach dem anderen verließ den Tisch. Nach wenigen Minuten hieß es erstmals „seat open“ - und mit Julian und Tommy verließen gleich zwei Spieler die Runde. Danach dauerte es über eine Stunde, bis PokerMatthes ausschied, schnell gefolgt von Flo.

Nach einer weiteren knappen Stunde, es wurde sauber gespielt, musste der ehemalige chipleader koerper seinen Stuhl nehmen, direkt nach ihm ging Berti (zur „Freude“ seiner Mitfahrer, die müde eine kleine Privatrunde am anderen Tisch spielten).

Es waren die Medaillen-Ränge erreicht - bei unseren Masters gibt es ja auch für den 4. Platz schon etwas für die Trophäen-Wand.

Der Siegeszug von LanTitan hatte begonnen. Bereits die letzten drei „seat open“ gingen auf sein Konto. Er spielte die chips aus, bluffte mehrfach und zeigte den genervten kleineren stacks, dass er auch mit T3o Pots gewinnen kann. „Ich habe mir vorgenommen, einen nach dem anderen rauszukicken, und das mache ich jetzt“ war die klare Ansage.

Ja, und als nächster war dann Vegaa dran. AK war sein all in, der alte Grieche Lan saß mit J3s im bb und zahlte den Rest aus der Portokasse. Turn 3, Vegaa stand als 4. Platz fest und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Drei Spieler left. Sehr short war der Typ, den niemand kannte (sorry, insider *gg*) - armando. Und dieser sieht 99 als Chance, sich endlich wieder aufzudoppeln. Gecallt wird er von, wen wundert’s, LanTitan. Mit 66. Ich muss niemandem sagen, dass dieser auf dem Turn eine dritte 6 findet, das war an dem Abend sowieso klar.

Wir haben unser heads up! rschef, mit rund 150k chips und LanTitan mit dem „Rest“ von knapp einer Million. Gleich in der ersten Hand kann rschef mit A hoch gegen K hoch von LanTitan aufdoppeln. Dann ein paar Hände wenig action. Um 23:54 Uhr, nach einer knappen viertel Stunde heads up und fast 12 1/2 Stunden Poker, findet rschef QJ und schiebt all in. LanTitan callt mit 77. Auf dem Turn war alles klar - 846-5 bedeutet die str8 und damit die nuts für den Sieger!

Ein tolles Turnier, ein schönes Frühstück, schöne Hände, ohne Ausnahme nette, lustige Spieler, die wegen dem Poker da waren, nicht um einen „krassen Flatschkriieeeen“ zu gewinnen. :-)

Danke allen Helfern und Anwesenden für einen super-Sonntag! Ich freue mich auf eine Wiederholung, greets and have fun,

opm für das Team t2du
 

 

Kommentare

Veröffentlicht von admin am 02:10 PM, November 22, 2009 | Antwort hinzufügen

sehr cooler bericht. danke dir t2du. freuen uns auf die ankündigung des nächsten "frühstücks" 

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