Bay 101 WPT Final Table, ESPN Bristol, Manhattan (Jay Z, Super Models)

Ich war überaus erfreut darüber es bis zum Final Table der Bay 101 WPT geschafft zu haben und ich war sehr stolz auf die Art und Weise, wie ich gespielt habe. Ich habe mein Bestes gegeben und habe das Turnier zwei volle Tage dominiert (ich war Chip-Leader nach Tag 2 und war zweiter in Chips nach Tag 3). Ich schien zu ahnen, was meine Gegner auf der Hand haben und konnte aus diesem Grund jede Menge Chip völlig risikofrei gewinnen. Als ich gefragt wurde, wie ich meine Chips an Tag 2 und Tag 3 gewonnen haben, konnte ich (und meine Gegenspieler) mich nicht daran erinnern auch nur einen einzigen großen Pot gewonnen zu haben. Ich habe mir also allmählich einen sehr hohen Stack erspielt! Es war wie in den alten Zeiten, als ich genau wusste, was meine Gegner auf der Hand hatten und ich in der Lage war davon zu profitieren. Nachfolgend finden Sie die Hand der Woche, welche Sie jede Woche per Mail erhalten können, wenn Sie sich auf der PPA (Poker Players Alliance) Internetseite dafür anmelden: 
 
                                      Sniping und Dodging Bullets

Bei dem (World Poker Tour) Event an der Bay 101 vor einigen Wochen wendete ich die Taktiken an, an welchen ich so hart gearbeitet hatte, Taktiken welche es mir ermöglichen optimales Poker zu spielen und es funktionierte (meistens). Ich entschied mich Super-Tight zu spielen (keine Überraschung), meinen Instinkten zu vertrauen (keine Überraschung) und slow-playte einige meiner hohen Paare (Überraschung!). Wenn ich in Form bin (wie man in Europa sagt), bin ich unaufhaltbar. Ich habe sehr hart an meinem Pokergame gearbeitet, dabei habe ich unter anderem Taktiken mit Brandon Chantu, habe stundenlang Online gespielt, habe mich mit Spielern unterhalten, welche sich gut mit der Mathematik bei Poker auskennen (the Maven) und habe insgesamt alles versucht um an Poker zu denken, über Poker zu reden, Poker zu spielen und alles Versucht durch meine große Hingabe erfolgreich zu sein!!! Lesen Sie mehr in meinem Blog auf www.philhellmuth.com.  
Bei dem Bay 101 Event, hatte es irgendwie klick gemacht – meine Fähigkeit die Gegner zu lesen. Wenn meine Fähigkeit den Gegner zu lesen besonders gut ist, lebe ich “Doge the Bullets” und werde zu einem Scharfschützen mit tödlicher Genauigkeit. Was meine ich genau damit? Dodge the Bullets ist eine Metapher dafür super starke Hände zu folden und dadurch den Verlust von jeder Menge Chips zu vermeiden. Die Sache mit dem Scharfschützen ist schon etwas schwieriger zu verstehen, ich beschreibe dadurch Situationen in welchen ich es zum perfekten Zeitpunkt schaffe, “over the Top” (3-Bet) All In zu gehen. Wenn irgendjemand mit einer schwachen Hand raist, gewinnt man in 9 von 10 Fällen den Pot, wenn man einen 3-Bet (Re-Raise) macht. Wenn der Gegner schwach ist und sich entscheiden sollte diesmal zu re-reraisen (4-Bet), dann ist dies ebenfalls Ok, da man im Falle dessen, dass man einen guten Read hatte, einfach All-In gehen kann (5-Bet) und jede Menge Chips zusätzlich zu gewinnen! Wenn meine Lese-Fähigkeiten ihren Höhepunkt erreicht haben, fürchte ich mich nicht davor mit nichts All-In zu gehen (einen 5-Bet oder 6-Bet mit nichts zu machen) und genau zu diesem Zeitpunkt bin ich am gefährlichsten.
Da meine Reads erfolgreich waren, hatte ich keinen Druck mehr bezüglich des Chip-Stacks. Ich habe ausreichend Chips gewonnen, um meinen Chip-Stack langsam aber stetig aufzubauen und konnte mich einem aggressiven Gegner widmen; da dieser Vollgas gab, gewann ich stetig Chips von ihm! Am Ende von Tag 2 war ich mit $530.000 Chip-Leader und an Tag 3 überschritt ich die $1 Millionen Marke. Am Tag 3 spielte ich von 11:00 am ohne eine Essenspause. Ich fiel aber den ganzen Tag nicht unter die $1 Millionen Dollar Marke, ich spielte einige schwierige Hände und hielt mich mich insgesamt sehr zurück, verlor aber trotzdem einige Chips, da ich immer die  zweitbeste Hand hatte. Während dieser Phasen spielte ich super-tight und machte zur richtigen Zeit die richtigen Moves  und reraiste, wenn ich das Gefühl hatte, mein Gegner wäre schwach.  Dies führte dazu, dass die anderen Spieler sich vor mir in Acht nahmen und ich nur noch wenige Gegner fand. Wenn ich meine Spielweise aus der Perspektive meiner Gegner betrachte – warum raisten meine Gegner, wenn ich im Big Blind war. Meine Gegner sollten doch wissen, dass ich Sie reraisen werde und Sie dazu zwingen werde ihre eigene Hand zu folden und aufzugeben. Die Runden ohne Gegner halfen mir weiter und ich bekam eine gratis Runde mit Gratis Chips (Blinds und Antes), ich konnte also abwarten und auf die  entsprechenden Situationen warten. 
Wenn man in der entsprechenden Situation ist, kann einem der Gewinn von Gratis-Chips die Sache sehr erleichtern. Viele von euch zuhause, welche diese Taktik anwenden, werden preflop von Spielern gecallt, welche sich davor fürchten von Ihnen geraist zu werden. Deshalb müssen Sie nach dem Flop versuchen die bestmöglichen Reads auf ihre Gegner zu bekommen. Meine beste Taktik muss also nicht unbedingt eure beste Taktik sein, ihr müsst euren eigenen Weg finden um Gratis-Chips zu gewinnen, wenn ihr zu wirklich großartigen No Limit Holdem Spielern werden möchtet.
Hier ist eine weitere “Hand der Woche”, die ich bei meinem Bay 101 Finish gespielt habe:

                                       Das Ass, das mein Turnier beendete!

Die Storie: Beim Bay 101 WPT (World Poker Tour) Final Table — die Blinds waren $10.000-$20.000—Ich schaffte es mit meinen Q-Q $800.000 Pre-Flop in den Pot zu bringen, wobei mein Gegner Ac-Jc auf der Hand hatte. Am Rande bemerkt, der “neue Phil” lächelte als der junge Mann ihm eine Stunde vorher erzählte, er wäre mit Sicherheit der bessere No Limit Holdem Spieler. Es waren nach sechs Spieler im Turnier, wobei der erste Platz $870.000 erhalten würde und der sechste Platz $120.000. Der Flop kam mit K-6-5. Als auf dem Turn die 10 kam, hatte mein Gegner nun noch 5 Outs, welche ihm den Sieg bringen würden: 3 Ass und 2 Damen. Ich war nur noch eine Karte davon entfernt erneut die Position des Chip-Leaders zu übernehmen. Ich konnte es schon fühlen (Ich hatte das Turnier 20 Stunden lang dominiert, ohne einmal All-In zu sein bzw. auch nur annähernd All-In zu sein). Natürlich kam auf dem River ein Ass! Ich saß ca. 45 Sekunden wie gelähmt auf meinem Sitz. Der “alte Phil” hätte dem Jungen nun eine Lektion darüber erteilt, was für einen schlechten Move er gemacht hatte und dass er eigentlich keine Ahnung vom Pokerspielen hätte. Aber nicht in diesem Jahr; im Jahr 2010 plane ich der perfekte Gentleman zu sein. Aber diese Situation war eine schwierige Prüfung für mich. Einer der Makel in meinem Resümee ist, dass ich noch keinen WPT Titel gewonnen habe. Deshalb wäre es für mich sehr wichtig gewesen, dieses Event zu gewinnen, mal ganz abgesehen von dem Preisgeld. Ich war mir sicher, dass  ich, wenn ich diese Hand nicht verloren hätte, mindestens den zweiten Platz belegt hätte (Preisgeld $500.000).
Nach diesen 45 Sekunden, stand ich langsam von meinem Stuhl au, schüttelte jedem am Final Table die Hand und wünschte ihnen allen viel Glück. Dann verlor ich ein wenig die Fassung. Ich wurde von meinen Emotionen überrannt und fiel auf meine Knie (in einer dunklen Ecke) und nahm meinen Kopf zwischen meine Arme. Nach weiteren 45 Sekunden bemerkte ich, dass die Kameras (und alle Augen dieser Welt) auf mich gerichtet waren. Ich wollte einfach nur meine Ruhe haben und “meine Wunden lecken”. Ich wollte auf dem Boden bleiben, weil ich Schmerzen hatte. Ich wollte unten bleiben, bis ich mich besser fühle. Ich wusste, dass ich meinen Mann stehen muss, ich muss aufstehen und mein Anschluss Interview geben.
Als ich aufstand, waren natürlich noch alle Kameras auf mich gerichtet (offensichtlich erwarteten die Medien, dass ich mich wie die “Poker Brat” benehmen würde),  aber ich fiel nicht aus der Rolle, sondern gab ein hervorragendes Abschluss-Interview.
Als ich auf meinen Scheck wartete, unterzeichnete ich unendlich viele Autogramme, dann wurde ich von Matt Savage zurück in den Spielsaal gerufen. “Phil Hellmuth, bitte komm zurück in den Bereich am Final Table”. Ich dachte “Super, dies ist der ‘Shooting Star’ und ich muss noch das T-Shirt des Jungen signieren, der mich aus dem Turnier geworfen hatte und mir vorher erzählt hatte, er wäre sowieso besser, als ich”. Ich lächelte und sagte zu mir selbst:” Hör auf zu weinen, Phil! Geh hin und benimm dich wie ein Mann”. Als ich in den Raum eintrat wurde ich mit tosenden Beifall begrüßt.  Nachdem ich das T-Shirt mit “Viel Glück, Phil Hellmuth” unterschrieben hatte, wurde erneut tosend applaudiert. Es war zum Abschluss, als würde mich die Welt umarmen.
Nun zu der Hand: Ich limpte mit Q-Q vom Small Blind. Der junge Spieler vom Big Blind raiste auf $55.000, wobei im Pot $50.000 lagen. Ich callte die $55.000 und raiste auf $200.000 mehr in dem Pot, in welchem dann mittlerweile $160.000 lagen! Jetzt war nicht mehr die Zeit, um Slow zu spielen, ich hatte einen hohen Raise gemacht, ein ganz klare Ansage gemacht, ein Einsatz höher als der Pot, richtig? Nein, der junge Spieler ging mit $800.000 All-In und ich callte ohne zu zögern. Jemand schrieb im Internet etwas von einem “Cooler”, wobei ich mir nicht vorstellen kann, wie jemand an so etwas hätte denken können: der Spieler hatte A-J auf der Hand. Ein “Cooler” wäre J-J gegen Q-Q oder K-K gegen Q-Q. Zusätzlich hat der Junge bereits zwei Tage gegen mich gespielt und wusste, dass ich niemals einen großen Pot gespielt hatte. Ich schob $255.000 in einen kleinen Pot und er denkt, A-J wäre gut? Meiner Meinung nach habe ich dem Jungen die Chance für den leichtesten Laydown dieser Welt gegeben! Aber die gute Nachricht ist: Aufpassen Welt, ich bin zurück!!
Nachdem ich am Freitag bei der Bay 101 ausgeschieden war, stieg ich am Samstag in ein Flugzeug nach Manhattan! Am Samstagabend war ich dann auf Amy Tans Party in Soho und es war exzellent: berühmte Sänger, klasse Publikum, super Stimmung. Nach drei Stunden Schlaf fuhr ich um 6:00 am nach Bristol/Connecticut, wo ich sieben unterschiedliche Shows bei ESPN aufzeichnete. Ich war den ganzen Tag dort und hatte eine sehr gute Zeit.
Am Dienstag erwachte ich sehr spät und erhielt einen Telefonanruf von meinem Kollegen Mark Birbbaum, welcher mich zur Weltpremiere von “Bounty Hunter”, einige Blocks von mir entfernt, einlud. Ich ging rüber, schritt über den roten Teppich und sagte Jennifer Aniston guten Tag, welche sehr hübsch aussah, sich aber nicht mehr erinnerte, wer ich war. Meine Schwester Moly und ihr Freund Patrick gesellten sich zu mir und wir gingen dann gemeinsam zu Marks neuem Restaurant “Abe and Arthurs” zum Essen. Ich lud außerdem Supermanns Freundin “Lois Lane” (natürlich meine ich Laura Lane, die Moderatorin der ESPN-Show “Inside Deal”) und ihren Freund Brayn Collins (der Lead-Sänger von Maroon Five) ein, uns zu begleiten. Russel Simmons, drei andere Super-Models und Paris Hilton waren ebenfalls anwesend. Ich sprach eine Weile mit Anne V  & Adam und fand die beiden sehr nett.  Danach gingen wir noch eine Etage tiefer in  Mark’s Nachtclub “SL”.
Am Donnerstag erwachte ich ebenfalls sehr spät. Nach dem Frühstück ging ich ein wenig spazieren und sah mir die Parade zum St.Patrick's Day an (ich bin 50% Ire). Nachdem ich mir eine Stunde die Leute angesehen habe, spazierte ich durch den Central Park zum Restaurant direkt am Wasser in der Mitte des Parks und trank dort mit meiner Schwester ein Bier. Danach entschlossen wir uns zu einem winzigen China-Restaurant in China-Town zu gehen, wo wir eine hervorragende Mahlzeit zu uns nahmen. Nach dem Essen trafen wir uns auf einen Drink mit Mark im “Abe and Arthurs”, diesmal trafen wir Scarlett Johansson, Robin & Alan Thicke und Jay Z & Beyonce.  Jay und ich unterhielten uns und nach einer Minute sagte er:” Das ist B”. Ich wollte schon sagen:” Echt, Du machst einen Scherz?”, entschied mich dann aber zu sagen:” Es ist mir eine Freude Sie zu treffen”. Ich unterhielt mich dann eine Weile mit Scarlett, Sie kannte mich aber nicht und hatte auch keine Ahnung von Poker. Sie war echt süß und ich versprach Ihr einige signierte Bücher und DVD's zuzusenden. Wir aßen dann noch etwas, dann ging ich mit meiner Schwester und ihrem Freund Patrick  (da es der St.Patricks Day war, wurde Patrick noch von einigen Jungs begleitet) erneut ins “SL”, wo einige von uns etwas zu viel tranken.  
Am nächsten Tag (Donnerstag) flog ich nach Costa Rica und traf mich mit einigen UltimateBet.com Mitarbeitern, wozu auch der neue CEO Paul Leggett gehörte. Als ich dort war, musste ich ca. 400 Mitarbeitern die Hand schütteln. Costa Rica ist absolut schön. Ich aß frische Mango direkt vom Baum und ich aß Papayas, was einfach nur perfekt war. Wir reisten dann an die Pazifik-Küste (Los Suenos) und machten uns einige schöne Tage. Am Dienstag flog ich dann wieder zurück in die USA. UB ist am Wachsen!
Am Dienstag machte ich eine Zwischenlandung in Houston, sodass ich das Grab von John Bonetti besuchen konnte. Am Grab traf ich Jean Bonetti und wir dachten an das Jahr 1996 als Bono gegen Huck Seed beim WSOP Main Event eine 8 getroffen hatte, welche letztendlich für uns beide mehr als $500.000 wert war! Durch diese Acht, wurde mein Haus bezahlt.
Am Wochenende feierten meine Frau und ich unseren 20. Hochzeitstag (eigentlich ist unser Hochzeitstag am 31. März) im “Ritz Carlton” in San Francisco.  Ich kaufte ihr außerdem im Tiffany's eine Platin-Halskette (Platin ist für das 20. Jahr). Ich liebe Dich, Süße!!
Am Sonntag (28. März) nahm ich mir Zeit, um Corey Pavin auf dem “Golf Channel” bei seiner finalen Runde Golf zuzusehen. Corey lag vorne, musste aber an Loch 14 einen “Bad Beat” hinnehmen, da sein Ball eine Fusslänge entfernt auf dem Grün landete, aber auf den Kopf der Sprinkleranlage aufschlug, dort abprallte und dadurch letztendlich im Geröll liegen blieb. Obwohl Corey mit einer Führung startete und er “6 under” in der Finalen Runde schlug... Er gewann, richtig? Nein, da einige Spieler “under 10” schlugen und damit den Platz-Rekord brachen...
Heute ist Sonntag der 04. April und ich lande gerade in Las Vegas.

Lesen Sie mehr über Phil auf www.PhilHellmuth.com und besuchen Sie seinen Web-Shop www.PokerBrat.com
 

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