Zum Start der Heads Up Liga, Season 2

Hallo Overcards-Community,

 

in meinem letzten Beitrag habe ich über die Amateur Poker WM zu Nottingham berichtet. Wir waren dort als Vertreter der German Federation of Poker (GFP) insbesondere mit unserer amtierenden Deutschen Meistermannschaft den Five Diamonds Berlin angetreten.

 

Was steckt hinter dem zugegeben etwas inflationär bemühten Begriff „Deutscher Meister“?

 

Die GFP ist exklusiver Deutscher Vertreter der International Federation of Poker (IFP). Auf nationaler wie auf internationaler Ebene haben es sich diese Verbände zum Ziel gemacht, Poker in ein besseres Licht zu rücken. Poker soll als Mindsport die Achtung erfahren, die es als intellektuell reizvolles Spiel verdient.

 

Ein erster großer Wurf ist bereits gelungen. Die International Mind Sports Association (IMSA) hat Poker als Mindsport anerkannt.

 

Die GFP bietet ein Dach für Pokervereine und richtet unter anderem eine nationale Mannschaftsmeisterschaft aus. In wenigen Tagen startet Season 2 und mündet in finale Playoffs in Berlin. Es wird Heads Up gespielt.

 

Die Deutschlandkarte ist in Divisionen unterteilt. Innerhalb der Divisionen spielen die Mannschaften um die jeweils regionalen Meisterschaften und den damit verbundenen Startplatz zu den Playoffs. Am Playoff Wochenende treten 16 Mannschaften in einem KO System gegeneinander an bis der neue Deutsche Meister gekürt werden kann.

 

Eine Begegnung zweier Mannschaften sieht wie folgt aus: Team A und Team B stellen jeweils vier Spieler in einem Ranking. In Runde 1 spielen die Spielerpositionen gegeneinander. Es finden also vier Eröffnungsspiele statt:

 

Team A Spieler 4 vs. Team B Spieler 4

Team A Spieler 3 vs. Team B Spieler 3

Team A Spieler 2 vs. Team B Spieler 2

Team A Spieler 1 vs. Team B Spieler 1

 

Dabei zählt das Spiel der Spielerpositionen 4 einen Punkt für die Mannschaftswertung, das Spiel der Spieler an Position 3 bereits zwei Punkte, das der Zweitplatzierten drei Punkte und das der Erstplatzierten 4 Punkte.

 

Danach beginnt die Spielrunde 2, welche 8 Partien umfasst. Jede Mannschaft darf vier Spielpaarungen für Matche um 5, 6, 7 und 8 Punkte bestimmen.

 

So wählt etwa Team A folgende Spiele:

 

5-Punkte-Match: Team A Spieler 4 vs. Team B Spieler 1

6-Punkte-Match: Team A Spieler 3 vs. Team B Spieler 3

7-Punkte-Match: Team A Spieler 2 vs. Team B Spieler 2

8-Punkte-Match: Team A Spieler 1 vs. Team B Spieler 4

 

und Team B folgende Spiele:

 

5-Punkte-Match: Team A Spieler 2 vs. Team B Spieler 4

6-Punkte-Match: Team A Spieler 1 vs. Team B Spieler 2

7-Punkte-Match: Team A Spieler 3 vs. Team B Spieler 3

8-Punkte-Match: Team A Spieler 4 vs. Team B Spieler 1

 

Nach Abschluss dieser Spiele sind 12 der insgesamt 16 Spiele eines Spieltags absolviert. Weiter sind 62 Punkte von maximal zu erzielenden 80 Punkten verteilt. Es geht in die entscheidende Spielrunde 3.

 

In geheimer zeitgleicher Wahl bestimmt jedes Team, welcher Spieler welche finale Partie bestreitet. Es gibt eine 3-, eine 4-, eine 5- und eine 6-Punkte-Partie.

 

Entscheidet sich etwa Team A dafür

 

Spieler 4 für 3 Punkte

Spieler 3 für 4 Punkte

Spieler 2 für 5 Punkte

Spieler 1 für 6 Punkte

 

spielen zu lassen und Team B dafür

 

Spieler 4 für 3 Punkte

Spieler 3 für 4 Punkte

Spieler 1 für 5 Punkte

Spieler 2 für 6 Punkte

 

antreten zu lassen, so lauten die finalen Partien der Begegnung zwischen Team A und Team B:

 

3-Punkte-Match: Team A Spieler 4 vs. Team B Spieler 4

4-Punkte-Match: Team A Spieler 3 vs. Team B Spieler 3

5-Punkte-Match: Team A Spieler 2 vs. Team B Spieler 1

6-Punkte-Match: Team A Spieler 1 vs. Team B Spieler 2

 

Sieger der Begegnung ist das Team, das mehr Punkte errungen hat. Dadurch dass es innerhalb einer Begegnung Spiele von unterschiedlicher Wichtigkeit gibt und Spieler entsprechend ihrer Skills gesetzt werden können, entstehen zusätzliche teamtaktische Optionen und die Spannung bleibt bis zur letzten Partie erhalten.

 

In Season zwei starten mit 46 Vereinen mehr Teams als in Season 1. Infos über den Verlauf oder die Möglichkeit ab 2011 selbst ein Team zu stellen findet ihr unter www.gerfedpoker.com.

 

In meinem nächsten Beitrag möchte ich etwas auf die taktische Bedeutung insbesondere der finalen Spielrunde 3 eingehen. Bis bald.

 

Zahler zocken – Könner kalkulieren

Stephan M. Kalhamer für

 

gambling-institute.de

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