Zur „Runde 3“

Hallo Overcards-Community,

 
wie angekündigt habe ich mir ein paar Gedanken über das taktische Gewicht der letzten Spielrunde einer Teambegegnung im Rahmen der GFP Heads Up Liga gemacht.
 
Zur Erinnerung: 80 Punkte gibt es für die beiden vierköpfigen Teams einer Begegnung in 16 Heads Up Matches zu verteilen. Wenn es in Runde 3 geht, wurden 62 bereits ausgespielt. Hat ein Team bis zu diesem Zeitpunkt 41+ Punkte erreicht, so ist Spielrunde 3 natürlich obsolet.
 
Führt aber ein Team mit einem noch aufholbaren Vorsprung, so ist es interessant zu überlegen, bei welchem Vorsprung noch wie viele oder gar welche Partien mindestens gewonnen werden müssen, um den Sieg als Team zu erringen.
 
Sehen wir dazu einmal nur auf Team A. Es kann keine der letzten vier Spiele gewinnen oder aber Eines oder Zwei oder Drei oder natürlich alle Vier. Dafür gibt es insgesamt 16 verschiedene Möglichkeiten. Denn man kann natürlich nur auf jeweils genau einem Wege alle oder keine Partie gewinnen Doch es gibt jeweils vier verschieden Möglichkeiten eine oder aber drei Partien zu gewinnen. Für die Möglichkeit genau zwei der vier Spiele zu gewinnen schließlich, gibt es sechs verschiedene Anordnungen. Vgl.  hierzu folgende Tabelle und das Diagramm:
 
 
 
Man kann deutlich erkennen, dass wirklich jeder Punkt zählen kann. Ein Team, das etwa mit 4 Punkten Vorsprung in die Runde 3 geht, gewinnt einen der 16 Pfade mehr als ein Team, das nur drei Punkte Vorsprung hatte – und ebenso genau einen Pfad weniger, als ein Team mit fünfen Punkten Vorsprung.
 
Das Spieldesign belohnt also Teams, die auch auf Feinheiten wie das gezielte Setzen von Spielern achten. Natürlich gibt es auch in diesem Design letztlich eine alles entscheidende Hand, die dann „halten muss“. Aber welches Team wann, wie viele und wie hochwertige „Matchbälle“ bekommt entscheidet hier zu einem gehörigen Anteil pokertaktisches Geschick und teamstrategisches Können. Ich freue mich auf ein erneut würdiges Siegerteam dieser interessanten Liga.
 
Zahler zocken – Könner kalkulieren
Stephan M. Kalhamer für
 
gambling-institute.de
- calculated gaming -

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