Auch du mein Sohn Barry?

Nahezu Unglaubliches konnte man dieser Tage in einem PokerNews Interview mit Barry Greenstein lesen. Greenstein war vom Full Tilt Käufer der Groupe Bernard Tapie als einer der prominennten Schuldner von Full Tilt identifiziert und zur Rückzahlung seiner Schulden aufgefordert worden. Doch der sieht keinen Grund seine Schulden zu begleichen.

Die Überraschung war groß, dass mit Barry Greenstein ausgerechnet ein PokerStars Pro zu jenen 19 prominenten Spielern gehört, die Full Tilt insgesamt 16,5 Millionen Dollar schulden sollen. Dieser bestätigte seine Schulden in einem Interview mit PokerNews, sah aber keine Grund das Geld zurückzuzahlen.

Ganz im Gegenteil, denn wer könnte schon garantieren, dass sein Geld den amerikanischen Full Tilt Spielern bei einer Rückzahlung zu Gute komme? Und überhaupt schulde er immer wieder anderen Leuten Geld und zahle das auch zurück, wenn er könne, doch Full Tilt habe sich jahrelang nicht gemeldet.

Er schulde das Geld Full Tilt und nicht der Groupe von Bernard Tapie (dem neuen Eigentümer). Er empfehle auch allen anderen Pros erstmal abzuwarten und die Schulden vorerst nicht zu bezahlen.

Wow, das nenne ich eine seltsame Rechtsauffassung. Schlimm genug dass man bei Full Tilt das Geld offenbar ohne irgendwelche Sicherheiten oder Verträge quer durch die USA verteilt hat. Aber dass ein langjahriger angesehener Poker Pro, der immer wieder von der Schulderehre faselt so reagiert, schlägt dem Fass den Boden aus.

Seit wann bestimmt ein Schuldner was mit seinem Geld passiert? Seit wann entscheidet ein Schuldner, ob und wann er seine Schulden bezahlt? Seit wann erlöschen Schulden wenn der Eigentümer der Bank wechselt?

Doch damit nicht genug. Barry erkärt der staunenden Poker Community wie denn das so funktioniert in der Welt der High Roller.

Jeder der spielt hat Schulden. Er bezahlt seine Schulden wenn er kann. Wenn nicht ist das auch kein Problem, Hauptsache er weiss, dass er Schulden hat. Viele Spieler haben sich von Full Tilt Geld geborgt. Sie habes es ausgegeben, verspielt oder was auch immer damit gemacht. Da muss man schon Verständnis haben. Jetzt seine Schulden zu bezahlen scheint einfach nicht richtig zu sein, daher sollte man es auch nicht machen.

Der Robin Hood des Poker hat also wieder zugeschlagen. Doch Greenstein hat das Prinzip offenbar nicht verstanden. Nimm von den Reichen und gib den Armen lautet es und nicht umgekehrt. Aber egal, danke Barry für diese Offenbahrung, das spricht für sich, mehr ist dazu wirklich nicht zu sagen.

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare

Veröffentlicht von Scammed Grinder am 10:17 PM, February 14, 2012 | Antwort hinzufügen

Dem kann man nur zustimmen! Diese von gier durchtriebenen Poker"profis" sind wohl eindeutig der allerletzte Abschaum dieser Menschheit!

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