Skandal im Gefängnis - Beamte veranstalten mit Insassen Poker Turnier

 Im sächsischen Gefängnis Torgau geht aktuell ein Skandal um. In der Vorweihnachtszeit erlaubten es scheinbar Beamte, die Gefangenen pokern zu lassen. Ein eigens inszeniertes Turnier, bei dem es auch um echtes Geld ging, sorgt für Aufsehen.

Das Turnier wurde offenbar hinter dem Rücken der Anstaltsleitung geplant, wobei dies von Gefängnis-Chef Enrico Anselmi ausdrücklich verboten wurde. Nun erhebt die Gewerkschaft der Gefangenen in Torgau schwere Vorwürfe: „Es ist ein Skandal, dass eine Justizvollzugsanstalt ein Glücksspiel veranstaltet und so das Suchtverhalten der Gefangenen fördert".

Das Knast-Event wurde von jedem zehnten Insassen wahrgenommen, auch wenn es dabei nur um maximal 30,00 Euro Gewinn ging. So waren insgesamt 43 Spieler mit von der Partie, wovon jeder zweite ein Spielsucht-Problem hat. Auch online leiden immer mehr Spieler unter dieser Problematik und setzen Geld ein, welches lebensnotwendig ist. Pokerportale findet man ganz leicht im Internet. Vergleichsseiten wie https://www.pokern.net/ ersparen Suchenden einiges an Zeit und können ein Bonusangebot mit sich bringen.

Jeder zweite Teilnehmer der JVA leidet scheinbar unter Spielsucht
Von den 43 Zockern, scheint jeder zweite unter Spielsucht zu leiden. Genau aus diesem Grund erregt das Thema aktuell so viel Aufregung. Eine Strafanzeige gegen die Gefängnisleitung wurde bereits gestellt, da Paragraph 284 des Strafgesetzbuchs besagt: "Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet (...), wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

In der Zwischenzeit räumte der Gefängnis-Direktor Enrico Anselmi ein, dass dieses Turnier tatsächlich stattgefunden habe. Allerdings sei er an diesem Tag nicht im Gefängnis gewesen und habe aufgrund dessen keine notwendigen Schritte einleiten können. "Diese Form eines Turniers hätte keine Billigung der Anstaltsleitung gefunden", so Anselmi.
Jörg Herold vom Justizministerium leitete eine Prüfung dieses Vorfalls ein und ergänzte: "Ob es sich wirklich um eine Straftat handelt, muss ein Gericht entscheiden."

Pikant ist dagegen das der Kläger Scholz, der seit vier Jahren wegen Bandenkriminalität im Gefängnis einsitzt, beim Turnier mitgespielt habe. Er habe keine Ahnung gehabt, dass es für das Turnier keine Erlaubnis gegeben habe. Warum er sich jedoch entschied mitzuspielen, um anschließend eine Klage einzureichen, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Thema Spielsucht – Viele Anbieter haben ein Auge auf Spieler
Nicht nur beim Pokern, sondern auch bei anderen Vergnügen, die mit echtem Geld gespielt werden, steht der Spielerschutz mit an erster Stelle. Falls ein Anbieter mal nicht reagiert, sollte der Spieler sich so im Griff haben, dass er nicht Haus und Hof verzockt. Hierfür gibt es bei vielen Pokerseiten die Limitierung, die bereits bei der Kontoanmeldung eingetragen werden kann. Natürlich ist dies leicht zu umgehen, indem man sich bei einem weiteren Portal anmeldet und einfach dort weiterzockt.
Zum Thema Spielerschutz informieren die Portale ihre Spieler ausgiebig und bieten zudem Hilfe an, wenn es eigentlich schon zu spät ist.
 

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