Nach meinem Sieg im 20k GTD auf Pokerstars dachte ich mir, dass dies jetzt eigentlich der Startschuss gewesen sein müsste, um endlich dauerhaft erfolgreich Pokern zu können. Da ich aber von meinem Können nicht vollends überzeugt war, zog ich es vor auszucashen und nur mit einem Bruchteild es Gewinns weiterzuspielen. Und wie es halt so ist, hat die Selbstdisziplin nicht das gehalten, was sie versprechen sollte und ich wurde wieder einmal übermutig und verteilte die $ an die Armen.
Kurz hinter Passau, nämlich in Ruhstorf, fanden am vergangenen Wochenende die Niederbayerischen Pokermeisterschaften statt. Mit von der Partie sollte auch der "Star" Daniel Küblböck sein, den ich - zum Glück - nicht zu Gesicht bekam.
Nach ca. 35 Minuten Anstehen (Durchschnittliche Abfertigungszeit pro Spieler 1,5 min(!))
Ich war an Tisch 9 geseated und sah mich 9 Mitspielern, sofern man sie so nennen kann, gegenüber. Die ersten 3 Hände reichten aus, um mir ein Bild zu machen.
Auf Platz 1: Der Unscheinbare
Platz 2: Der "Ich spiel mein 3. Turnier" Rookie
Ich werde heute am Niderbayern Cup teilnehmen. 15 Tisch und max. 600 Teilnehmer. Gespielt werden Vorrunden mit 10 Spielern / Tisch. Die ersten 2 kommen in das Freeze-Out. Ich werde morgen dann von meiner Performance berichten. Updates werden per twitter (twitter.com/torschtl) gepostet.
Wünscht mir Glück!
P. S. Weitere Infos auf http://bayern-poker.de/
Da komme ich tatsächlich zu der Ehre, dass mich buzzer für ein 11$ Turnier stackt, wo ich in der 2. Hand bei 80/20 preflop rausfliege und 4h später gewinne ich das 5$ 30k GTD auf Pokerstars. Tröstend für mich ist, dass buzzer auf die Knete von mir so und so nicht angewiesen wäre ;-)
Der größte Cash meiner "Karriere". Ich persönlich fühle mich dennoch nicht reif jetzt schon regular 40$ SNGs zu spielen und so werde ich alles bis auf 750$ auscashen und mich dann ab sofort im 6-10 Tabling auf den 10$ SNGs versuchen.
Ich finde es echt herzallerliebst, dass Pstars auf die amerikanischen Spieler Rücksicht nimmt und die großen Sonntagsturniere um eine Stunde nach hinten verschiebt. Für die Europäer ist das natürlich mehr als suboptimal. Bei einer ungefähren Turnierlänge von 8h, endet das 250k GTD (Beginn 22:30) um 6:30 Uhr. Welcher Nichtprofi kann es sich denn leisten, die Nacht durchzumachen? Ich kenne auf Anhieb niemanden. Das Sunday Million startet ja ein bisschen früher, aber das ist dann schon wieder das Buy-In Problem, das manchen einfach viel zu hoch ist.
Die einfache, plausible und auch richtige Antwort ist schlicht und ergreifend: ja!
Aber wann ist es nötig? Bankrollmanagement ist dann nötig, wenn ich vom Pokern leben möchte und ein Totalverlust mein Vermögen bedroht. Schauen wir mal zu Fulltimepros.
Ein Blick auf die Official Poker Rankings(.com) zaubert mir zur Zeit jeden Tag von neuem ein Lächeln ins Gesicht. Fernab vom Prüfungsstress stehen da die Zahlen, die mir sagen, dass es doch möglich ist sich langsam, aber stetig, in Richtung "+EV" zu bewegen.
Glücksspiel kann bekanntlich süchtig machen. Texas hold 'em (meiner Meinung nach) nicht. Ich spiele seit meinem 17. Lebensjahr Poker, seit meinem 18. Geburtstag auch online. Und ich habe verloren, verloren, verloren. Aufgrund meines Schülerdaseins bewegte ich mich stets in Microlimits, so dass der rein finanzielle Verlust alles andere als existenzbedrohend war, jedoch hätte man mit dem mittleren 3-stelligen Betrag auch sicher viele andere Dinge anstellen können.
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