Poker Regeln

Poker Varianten

Poker Regeln bezüglich Wertigkeiten, Spielvarianten und EtikettePoker hat sich in den letzten 10 Jahren zum wahren In-Spiel entwickelt, kaum ein Kartenspiel ist so populär wie dieses. Dabei gibt es das Kartenspiel schon seit dem Mittelalter – zumindest in einer ähnlichen Form. Die Spiele „Poque“ bzw. „Pochen“ waren schon damals, in Frankreich und Deutschland, beliebte Kartenspiele. Die Poker Regeln waren auch damals schon ähnlich und auch die Farben Pik, Herz, Karo und Kreuz waren schon auf den Kartenblättern. Im Handelshafen von New Orleans gab es im 19. Jahrhundert ein Sammelsurium an Nationalitäten – ein reges Handel treiben und Kartenspiele in den Hafenkneipen. Dort haben sich viele Kartenspielvarianten vermischt. Auf den Raddampfern am Mississippi gab es schwimmende Casinos und die ersten professionellen Spieler. Die Umgangsformen waren rau, Poker Regeln nicht vorhanden. Heute, 150 Jahre später, ist vieles anders beim Pokern, aber manches ist immer noch gleich.  Gespielt wird immer noch mit 52 Karten, jedoch gibt es viel mehr Poker Varianten und auch das Benehmen bei Tisch hat mit dem Wilden Westen nichts mehr zu tun.Bevor wir uns den Poker Varianten widmen, ist die Wertigkeit der Blätter das Erste, was es bei den Poker Regeln zu wissen gilt. Von der ultimativen Gewinnerhand, dem Royal Flush, bis zum Minimalwert, der High-Card.-    Royal Flush: eine große Straße (10, J, Q, K, A) in einer Farbe-    Straight Flush: eine Straße (z.B. 7,8,9,10,J) in einer Farbe-    Vierling oder Poker: vier Karten eines Wertes, z.B. in Wild-West Filmen werden gern vier Asse als Gewinnerhand verwendet-    Full House: zwei Karten mit gleichem Wert und drei Karten mit gleichem Wert, z.B. 77/QQQ-    Flush: fünf Karten einer Farbe (in beliebiger Reihenfolge) -    Straight oder Straße: der Kartenwert ist eine aufsteigende Zahlenfolge, z.B. 8,9,10,J,Q – die Farbe ist dabei unerheblich-    Drilling oder Set: drei Karten des gleichen Werts, z.B. JJJ-    Zwei Paar: zwei Karten mit jeweils gleichem Kartenwert, z.B. 88/KK-    Ein Paar: ein Paar Karten mit gleichem Wert-    High Card: eine einzelne hohe Karte, z.B. AssVon der Kartenwertigkeit geht es weiter zu den Poker Varianten. Diese lassen das Spiel so variieren, dass es in seiner Grundstruktur gleich bleibt, aber dennoch nicht langweilig wird. Die Poker Regeln sind dabei immer ähnlich - trotz Varianz -  denn das Ziel ist beim Pokern immer das Selbe: Es ist der Versuch möglichst viele Jetons, also Geld, den Gegnern am Tisch abzuknöpfen. Dafür wird, ohne das gegnerische Blatt zu kennen, in unterschiedlicher Höhe mit Jetons auf das eigene Blatt gesetzt oder gepasst. Wer bis zum Ende der jeweiligen Spielrunde dabei ist, kann um den Pot spielen. Gewinner des Pots ist in der Regel der Spieler mit der stärksten Hand, oder der letzte verbliebene Spieler der jeweiligen Runde. Bei manchen Pokervarianten gewinnt auch das schlechteste Blatt.  Will man pokern lernen, so sollte man mit Texas Hodem starten. Hier die wichtigsten Poker Varianten mit kurzer Regel Übersicht in Kurzform.-    Five Card Draw Poker: die Ur-Mutter der Poker Varianten. Jeder Spieler erhält fünf verdeckte Karten, dabei können auch Joker eingesetzt werden oder Karten getauscht werden. Dann gibt es Setzrunden – der letzte verblieben Spieler oder jener mit dem besten Blatt gewinnt. -    Texas Hold’em: das beliebteste und derzeit populärste Pokerspiel. Jeder Spieler erhält zwei verdeckte Holecards. Dann werden in Setzrunden nach und nach fünf Community Cards am Tisch aufgedeckt, die die Spieler mit ihren zwei verdeckten Karten kombinieren können – entweder drei Community Cards und zwei Holecards oder vier Community Cards und eine Holecard. Diese Variante wird bei allen großen Poker Turnieren wie der EPT, WPT, WSOP oder WSOP-E gespielt. Auch bei TV Übertragungen wird fast ausschließlich Hold’em gespielt.-    Double Flop Hold’em: Diese Variante wird genau gleich gespielt wie Texas Hold’em, nur sind es zwei Spiele in einer Spielvariante. Es werden zweimal fünf Community Cards gedealt. D.h. jede Spielrunde erfolgt doppelt. So können beim Showdown zwei Gewinner ermittelt werden – es gibt einen Split-Pot oder ein Spieler schafft es beide Spiele zu gewinnen.-    Seven Card Stud: War bis zum Siegeszug von Hold’em viele Jahre eine sehr populäre Poker Variante. Jeder Spieler bekommt im Spielverlauf insgesamt sieben Karten gedealt, drei geschlossen und vier geöffnet und für alle sichtbar. -    Seven Card Stud Hi/Lo bzw. Eight or better: hier gewinnt beim Showdwn nicht nur das beste Blatt, sondern auch das schlechteste von Ass bis fünf. Gibt es kein „Low“ Blatt, geht der Gewinn zusätzlich an das „High“ Blatt. -    Razz: Gespielt wird wie bei Seven Card Stud, aber hier gewinnt ausschließlich die schlechteste Hand bis zur Fünf. Ass wird hier zur niedrigsten Karte, ein „Wheel“ gilt hier als das beste Blatt: A,2,3,4,5, wobei es keine Straight oder ein Flush gibt.-    Omaha: Ist ähnlich wie Texas Hold’em, nur bekommt jeder Spieler vier Holecards, anstatt zwei. Aus den fünf Community Cards dürfen drei frei gewählt werden, die dann mit nur zwei der Holecards kombiniert werden dürfen. Dadurch ergibt sich eine hohe Kartenvarianz, die Omaha zu einem tückischen Spiel macht. Es wird gerne mit hohen Limits oder Pot Limit gespielt. -    Omaha Hi/Lo: Wie bei der Seven Card Stud Hi/Lo Variante gewinnt auch hier beim Showdwn nicht nur das beste Blatt, sondern auch das schlechteste von Ass bis fünf. Gibt es kein „Low“ Blatt, geht der Gewinn zusätzlich an das „High“ Blatt. -    Triple Draw 2 to 7: Es werden jedem Spieler fünf verdeckte Karten gedealt. Bis zur vorletzten Setzrunde können Karten getauscht werden. Wer beim Showdown die schlechteste Hand hat gewinnt. Die Ass bleibt hier aber die höchste Karte und Straights bzw. Flushes gibt es ebenso.-    Triple Draw Ace to 5:  Spielablauf ist gleich wie bei „Triple Draw 2 to 7“, nur gilt hier die Ass als niedrigste Karte und Straight bzw. Flushes zählen nicht.-    Five Card 7 to Ace: Die Karten 2-6 werden aus dem Kartendeck aussortiert. Nur jene von 7 bis zur Ass bleiben im Spiel. Jeder erhält fünf verdeckte Karten, bei jeder Setzrunde können Karten getauscht werden. Das beste Blatt gewinnt.  -    H.O.R.S.E.: Diese Variante setzt sich aus fünf Pokerspielen zusammen: Hold’em, Omaha, Razz, Stud und Eight or better. Bei jeder Rude wird die Variante geändert. Bei der WSOP gilt der H.O.R.S.E. Event mit einem Buy In von $ 50.000,- , neben dem Main Event, als besonders spannend. -    Pineapple: Nein, hier geht es nicht um eine leckere Ananas, sondern um eine Texas Hold’em Abwandlung, der Unterschied zu Hold’em: zu Beginn werden drei Holecards gedealt. Eine muss vor Beginn der Setzrunde wieder weggeworfen werden.-    Crazy Pineapple: Ist die Steigerung von Pineapple, erst nach dem Flop muss jeder Spieler seine dritte Holecards passen. -    Crazy Pineapple Hi/Lo oder Eight or Better: das Spiel wird gleich wie Crazy Pineapple gespielt, allerdings gewinnt nicht nur die beste Hand, sondern auch die Schlechteste bis 8. Gibt es keine schlechteste Hand, geht der Gewinn zur Gänze an das beste Blatt.-     Tahoe: die Spielart ist wie Pineapple bzw. Hold’em, nur die drei Holecards bleiben bis zum Schluss im Spiel. Beim Showdown dürfen aber nur maximal zwei Holecards zur Kombination mit den Community Cards herangezogen werden. -    Tahoe Hi/Lo oder Eight or Better: Wie Tahoe, nur gilt hier wieder Split Pot zwischen der besten und schlechtesten Hand bis zur 8 (sofern es eine gibt). -    Super Hold’em: eine sehr junge Hold’em Abwandlung. Auch hier gibt es statt zwei wieder drei Holecards für die Spieler. Diese dürfen auch bis zum Schluss behalten werden und beim Showdown mit den Community Cards kombiniert werden. Entweder 1, 2 oder alle 3 Holecards können jeweils mit dem Board kombiniert werden. -    Q-Ball: wird wie Five Card Draw Poker gespielt, hier gewinnt das niedrigste Blatt  von Ass bis 5 (=Lowball Variante). Es wird mit 53 Karten gespielt, weil dem Deck ein Joker hinzugefügt wird und es gibt drei (!) Blinds.  Checken ist bei dieser Variante nicht erlaubt. -    Single Draw 2 to 7 oder Kansas City Lowball:  ist auch eine Form des Draw Poker, und wieder gewinnt die niedrigste Hand, allerdings zählen Asse als höchste Karte, d.h. die niedrigste Kartenkombi ist 2,3,4,5,6,7; Flushes und Straights werden ebenfalls gezählt.-    Pass the Trash oder Anaconda: jeder Spieler bekommt 7 Holecards, dann beginnen die Setzrunden. Nach der 1. Runde müssen drei Karten an den Spieler zur Linken weitergegeben werden, nach der 2. Runde sind es zwei Karten, in der letzten Setzrunde ist es eine Karte. Dann muss sich jeder Spieler von zwei Karten trennen, sodass nur mehr fünf übrig bleiben. Zum Schluss folgt der Showdown, bei dem das beste Blatt gewinnt.-    Badugi: die koreanische Lowball Draw Poker Variante hat zum Ziel vier offsuite Karten in niedrigster Reihenfolge zu kombinieren – die Ass zählt als niedrigste Karte. Die optimalste Gewinnerhand wäre also A,2,3,4.-    Spit in the Ocean: ist eine Draw Poker Version, das höchste Blatt gewinnt; jeder Spieler erhält vier Holecards und eine Community Card auf den Tisch. Diese Karte ist eine Wildcard für alle. -    Karibisches Stud: Hier wird der Dealer vom Kartengeber und Spielleiter zur Bank und spielt gegen die Spieler. Alle bekommen fünf Karten verdeckt, bis auf den Dealer, der gibt sich eine Karte geöffnet. Dann müssen die Einsätze getätigt werden und es kommt zum Showdown – das höchste Blatt gewinnt.-    Oxford Stud: Ist eine Mischung aus Hold’em und Stud Poker. Jeder Spieler erhält zu Beginn zwei verdeckte und eine geöffnete Karte. In der 2. Setzrunde werden zwei Community Cards in die Mitte ausgeteilt. Danach bekommt wieder jeder Spieler eine geöffnete Karte gedealt. In der letzen Setzrunde gibt es dann noch eine Community Card und der Showdown kann beginnen.-    Stud’em oder Stud Hold’em Fusion: Funktioniert ähnlich wie Oxford Stud, nur mit dem Unterschied, dass zu Beginn nur zwei verdeckte Karten an jeden Spieler gedealt werden. Danach gibt es zwei Community Cards für die nächste Setzrunde und zusätzlich er eine offene Karte für jeden Spieler.  In der darauffolgenden Setzrunde gibt es wieder eine Community Card und in der finalen Runde erhält dann wieder jeder Spieler eine geöffnete Karte.Trotz verschiedener Poker Regeln bzw. Varianten, die Begrifflichkeiten bei den Spielen bleiben immer die Selben. Hier die wichtigsten im Überblick: -    Dealer: ist der/die Kartengeber/in und spielt nicht mit, ist also ein/e neutrale/r Spielleiter/in-    Holecards oder Pocketcards: sind jene Karten, die jeder Spieler verdeckt ausgeteilt (gedealt) bekommt-    Community Cards: sind jene Karten, die offen gedealt werden – sind für alle Spieler sichtbar-    Board: Die Community Cards bei Texas Hold’em, Omaha bzw. ähnlichen Varianten. -    Blind: ist ein Grundeinsatz, der von zwei Spielern gesetzt werden muss, bevor die Karten überhaupt gedealt wurden – ein „Blindeinsatz“. Die Blinds unterscheiden sich in „Small“ und „Big“ Blind.  Das Small Blind ist die linke Position vom Dealerbutton, das Big Blind die linke Position vom Small Blind -    Dealerbutton: Jene Position von der aus die Karten ausgeteilt werden – wird von Runde zu Runde immer um eine Spielerposition weiter gerückt-    Ante: blinder Grundeinsatz der von jedem Spieler eingebracht werden muss-    Limits: sind Beschränkungen der Spieleinsätze-    Pot Limit: der maximale Spieleinsatz richtet sich nach dem Wert des aktuellen Pots-    No Limit: es gibt keine Beschränkung der Spieleinsätze-    Check: ein „Weiter“ ohne zu passen, zu setzen oder zu erhöhen-    All-In: ein/e Spieler/in setzt seine/ihre letzten Jetons -    Showdown: Alle verbliebenen Spieler/innen der Runde müssen ihre Karten aufdecken-    Lowball: nennt man Pokervarianten bei denen nicht das höchste, sondern das niedrigste Blatt gewinnt Neben all den Poker Varianten, den Regeln und den Begriffen, ist auch das Verhalten am Tisch immer wichtiger. Vorbei sind die Zeiten des „Wilden Westens“, wer verliert tut das mit Stil und zückt nicht seinen Revolver. Auch wenn einige Poker Profis nicht glänzende Vorbilder sind, hier eine Kurzübersicht zur Poker-Etikette:-    Grundsätzlich gilt das Wort des Dealers, ihm/ihr obliegt die Spielleitung, er/sie kennt die Poker Regeln, die es zu befolgen gilt. Sollte es trotzdem zu Unklarheiten, Fehlern, Missverständnissen kommen, geht die Entscheidung zum Floor Personal. Und deren Wort ist das letzte Wort, da gibt es auch keine diskutieren mehr… -    Wenn Probleme auftauchen – gleich reklamieren. Denn Poker Regeln sind von Haus zu Haus manchmal etwas verschieden. Da sollte man sich vorher informieren und nicht erst nach dem Spiel an der Bar mit Kumpels rumnörgeln oder ätzen, sondern Probleme sofort am Tisch ansprechen. Auch beim Online Poker hilft es nichts, wenn man im Nachhinein im Chat schimpft.-    Zusammenspielen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Sollte man also mit Freunden am Tisch sitzen, werden diese genauso zu Gegnern, wie jeder fremde Teilnehmer am Tisch. Schwieriger ist es beim Poker Online – Vermutungen aber auf jeden Fall beobachten und einen Verdacht melden.-    Was immer wieder gerne passiert: sich über die „Unfähigkeit“ oder das „Anfängerglück“ von Fischen zu brüskieren. Das bringt niemandem am Tisch etwas, sondern verbreitet nur schlechte Laune und Stimmung. Egal ob man im Spiel ist oder nicht, ein Bad Beat passiert. Letztendlich gewinnt beim Pokern auf lange Sicht immer der bessere Spieler bzw. bessere Spielerin. Also Kopf hoch und weiter üben… die Poker Regeln zu beherrschen, ist bei diesem Spiel zu wenig. -     Karten sind nicht dazu da geknickt, gefaltet oder gekaut zu werden. Am besten vor sich am Tisch liegen lassen und mit einer Hand immer schützen. Sie sind des Spielers Kapital!-    Erst NACH dem Showdown die Karten öffnen und nicht schon nach meinem Einsatz…das verschafft dem Gegner nur einen Vorteil. -    Auch die Jetons sind nicht dazu da, in die Mitte auf den Pot geworfen zu werden, das macht der Dealer bzw. die Dealerin. Am besten immer vorher ansagen, was ich tun will, dann kann es auch zu keinen Missverständnissen kommen. -    Telefonieren am Tisch ist nicht nur unhöflich, es verunsichert die Mitspieler – wer ist am Telefon? Gibt es einen Informanten der hinter mir steht und meine Karten kennt? Nein, besser aussetzen und vom Tisch gehen, oder viel besser: Mobiltelefon abschalten. -    Schön für alle die mehrere Sprachen beherrschen, aber am Tisch wird nur die Landessprache gesprochen bzw. englisch. Die Möglichkeit der Absprache besteht immer… und Vertrauen beim Poker gibt es nicht.-    Keiner am Tisch ist daran interessiert ewig auf einen Bet zu warten. Man muss nichts überstürzen, aber Poker ist nicht Schach.-    Die meisten seriösen Casinos sind bemüht ihren Gästen einen komfortablen Aufenthalt zu ermöglichen und sind nicht daran interessiert ihre Gäste aufs Ohr zu hauen – davon kann man als Spieler mal ausgehen. Im Zweifelsfall vor dem Besuch Referenzmeinungen einholen und die Poker Haus Regeln erfragen, das gilt auch für Online Poker Rooms als auch reale Casinos mit Online Wetten. Neben der Etikette, gibt es gerade bei Turnierveranstaltungen einige Organisationen, die an einem genormten Reglement bzw. Poker Regeln arbeiten bzw. versuchen internationale Standards einzuführen. Eine davon ist die „Tournament Directors Association“ (TDA). Die non-profit Organisation  wurde 2001 von Matt Savage, David Lamb, Linda Johnson und Jan Fisher gegründet. Das Ziel ist eine weltweit einheitliche Regelung des Turnierablauf – Richtlinien, Entscheidungsmaßnahmen bei Spielablauf und –Situationen. Auch die „Federation Internationale de Poker Association (FIDPA)“, des niederländischen Poker Pros Marcel Luske, will einen internationalen Standard bei Turnieren und gleiche Poker Regeln in allen Cardrooms erreichen.