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George Danzer — Poker-Spieler im Porträt

George Danzer ist ein deutscher Pokerprofi, der 2014 drei WSOP-Bracelets gewann und als Spezialist für die Mixed Games gilt.

Redaktion · ·Aktualisiert 05. Juni 2026 · 6 Min. Lesezeit
Kurz erklärt

George Danzer ist ein deutscher Pokerprofi aus München, der 2014 innerhalb eines Jahres drei WSOP-Bracelets gewann und vor allem für sein starkes Spiel in den Mixed Games bekannt ist.

George Danzer
Foto: Dutch Boyd from Las Vegas, NV, USA · CC BY 2.0 · via Wikimedia Commons

George Danzer zählt zu den vielseitigsten deutschen Pokerspielern. Bekannt wurde er vor allem durch ein außergewöhnliches Jahr 2014, in dem er gleich drei Bracelets der World Series of Poker gewann — ein Erfolg, der ihn in die erste Reihe des internationalen Turnierpokers rückte.

Werdegang

Der gebürtige Münchner arbeitete sich über Jahre in der Turnierszene nach oben und gehörte lange zum festen Aufgebot der Profis, die weltweit bei den großen Serien antreten. Den Höhepunkt erreichte seine Laufbahn 2014: Innerhalb eines einzigen Jahres gewann Danzer drei WSOP-Bracelets bei den über den Globus verteilten Ablegern der World Series of Poker. Für diese Konstanz über mehrere Disziplinen und Kontinente hinweg wurde er als Spieler des Jahres der asiatisch-pazifischen WSOP-Reihe ausgezeichnet. Über die reinen Turnierergebnisse hinaus war er zudem lange als gesponserter Profi eines großen Online-Anbieters ein bekanntes Gesicht der Szene und trat regelmäßig als Kommentator und Botschafter des Spiels in Erscheinung.

Spielstil

Anders als viele Profis, die sich auf No-Limit Texas Hold’em konzentrieren, gilt Danzer als ausgewiesener Allrounder. Seine besondere Stärke liegt in den sogenannten Mixed Games, in denen mehrere Pokervarianten im Wechsel gespielt werden. Wer hier besteht, muss nicht nur eine einzige Variante beherrschen, sondern die Rangfolge der Hände und die jeweiligen Besonderheiten vieler Spielformen zugleich präsent haben — von den Lowball-Wertungen der Draw-Spiele bis zu den Stud-Varianten ohne Gemeinschaftskarten. Genau diese Bandbreite machte Danzers Erfolgsjahr 2014 möglich, in dem seine Titel eben nicht aus einer einzigen Disziplin stammten.

Hinweis Charakterisierungen eines Spielstils bleiben eine Annäherung. Dieses Profil stützt sich auf breit dokumentierte Einordnungen und verzichtet auf erfundene Zahlen oder Detailangaben.

Bedeutung

Danzers Geschichte steht exemplarisch für die Breite des deutschen Pokers. Während andere deutsche Profis vor allem im No-Limit-Hold’em-Turnierbereich Schlagzeilen machten, zeigte er, dass auch in den anspruchsvollen Mixed-Game-Disziplinen Weltklasse aus Deutschland kommt. Damit reiht er sich in eine Gruppe erfolgreicher Landsleute ein, zu der etwa Fedor Holz, Koray Aldemir und Dominik Nitsche zählen — jeder mit einem eigenen Schwerpunkt.

Bemerkenswert ist, dass die drei Titel nicht an einem einzigen Ort errungen wurden, sondern bei verschiedenen Stationen der weltweit ausgetragenen WSOP-Serie. Das verlangt nicht nur spielerische Klasse, sondern auch die Bereitschaft, über Monate hinweg zu reisen und in unterschiedlichen Feldern und Zeitzonen Höchstleistung abzurufen. Drei Bracelets in einem einzigen Jahr zu gewinnen, gelingt nur sehr wenigen Spielern überhaupt; dass dies einem Allrounder über mehrere Varianten hinweg gelang, unterstreicht die Ausnahmestellung dieses Erfolgs und die Tiefe seines spielerischen Verständnisses.

Vielseitigkeit als Markenzeichen

Die Mixed Games, in denen Danzer seine größten Erfolge feierte, fassen mehrere Pokervarianten zu einer einzigen Disziplin zusammen — vom Stud-Poker über die Draw-Spiele bis zu den Hold’em- und Omaha-Formaten. Reihum wird die Variante gewechselt, sodass sich niemand allein auf eine einzige Stärke verlassen kann. Wer hier vorne liegt, beherrscht nicht nur die Mechanik jeder Form, sondern auch die feinen Unterschiede in Wertung und Strategie, die zwischen den Varianten bestehen. In der Szene gelten die Mixed Games deshalb als eine Art Königsdisziplin und als Beleg für ein besonders tiefes Verständnis des Spiels. Dass Danzer ausgerechnet dort zur Weltspitze zählt, hebt ihn von vielen Profis ab, die sich allein auf das populäre No-Limit Hold’em konzentrieren.

Einordnung

George Danzer bleibt vor allem als der Spieler in Erinnerung, der 2014 mit drei Bracelets eines der stärksten Jahre eines deutschen Profis überhaupt hinlegte. Sein Schwerpunkt auf den Mixed Games macht ihn dabei zu einer Besonderheit unter den hier porträtierten Spielern. Wer die Grundlagen des Spiels vertiefen möchte, findet sie in der Poker-Strategie; weitere Profile bietet die Spielerübersicht.

Häufige Fragen

Wer ist George Danzer?+

George Danzer ist ein deutscher Pokerprofi aus München, der 2014 drei Bracelets der World Series of Poker gewann und als Spezialist für die Mixed Games gilt.

Wofür ist George Danzer bekannt?+

Vor allem für sein herausragendes Jahr 2014, in dem er gleich drei WSOP-Bracelets gewann und als Spieler des Jahres der asiatisch-pazifischen WSOP-Reihe ausgezeichnet wurde.

Was sind Mixed Games?+

Mixed Games sind Formate, in denen mehrere Pokervarianten im Wechsel gespielt werden. Sie verlangen ein breites Verständnis unterschiedlicher Regelwerke und gelten als besonders anspruchsvoll.

Aus welchem Land kommt George Danzer?+

Danzer stammt aus Deutschland und zählt zu den vielseitigsten deutschen Turnierspielern.

Was macht Danzers Jahr 2014 besonders?+

Drei Bracelets in einem einzigen Jahr gelingen nur sehr wenigen Spielern — und Danzers Titel stammten aus verschiedenen Spielvarianten, was seine Vielseitigkeit unterstreicht.